Folia archeologica 38.
Bíróné Sey Katalin: A pécsváradi éremlelet
196 ATTILA KISS de Lage der Funde innerhalb des Grabes feststellen müssen, zumindest in solchem Maße, was sich im Grabe in der Gegend des Schädels bzw. der Füsse befunden hat. Daß er hierzu nicht nur prinzipiell die Möglichkeit gehabt hätte, darauf verweist ein Zeitungsartikel aus Kolozsvár von einem unbekanntem Verfasser: „der eine Kelch [Krug] war neben dem Schädel, der andere bei dem Fuß niedergelegt." 1' 1 Natürlich läßt sich heute nicht mehr feststellen, wie weit sich diese Angabe auf die Beobachtung der Finder beruht bzw. was ihr der unbekannte Verfasser des Artikels zugefügt hat. Ebenso kann heute auch das nicht mehr festgestellt werden, wie weit das Wegbleiben der genauen Bestimmung der Lage der Funde innerhalb des Grabes der Bewandertheit von Finály in der klassischen Archäologie angerechnet werden kann oder der Tatsache, wie er sich unmittelbar oder durch einen Dolmetscher mit den nur rumänisch verstehenden — möglichen — Informatoren verständigen konnte. Jedenfalls brachte die weggebliebene Feststellung der Stelle der Funde im Verhältnis zum Skelett, vor allem in der Bestimmung der Funktion der Pendilien einen erheblichen Nachteil mit sich. Im Februar 1897, also siebeneinhalb Jahre nach der Auffindung des Omharus-Grabes bot Dávid Springer, Juwelier aus Gyulafehérvár (zur Zeit Alba Julia, Rumänien) in einem Briet dem Ungarischen Nationalmuseum verschiedene Gegenstände zum Ankauf an. Von diesen stellte im Nationalmuseum J. Hampel von zwei Stücken fest, daß die Goldgegenstände einen Teil des Grabfundes von Apahida bilden und so kaufte das Ungarische Nationalmuseum das ganze Angebot. 1 5 Den Akten des Nationalmuseums nach (Nr. 122/1897) erhielt J. Hampel keine Antwort auf seine Zeilen, in welchen er sich über die Herkunft der Funde erkundigte. Das Bild ist klar: im Juli 1889 hat der Täter — dessen Person wir auf Grund der zwischen der Grabausplünderung und dem Verkauf verstrichenen siebeneinhalb Jahre in deren Kreise suchen müssen, die 1889 aus der vom „Erdélyi Nemzeti Múzeum" (Nationalmuseum von Siebenbürgen) zu Kolozsvár ausgezahlten beträchtlichen Summe ihren Anteil bekommen haben — den bei der Ausplünderung des Omharus-Grabes von Apahida gestohlenen Monogrammring und die Goldpendilie — vielleicht in Geldnot geraten — und sich von den rechtlichen Folgen fürchtend, nicht in Kolozsvár, wo man sofort nach der Bergung des Fundes im Museum für die Öffentlichkeit eine Austeilung veranstaltet hat l n und auf diese Weise hätte man sie erkennen können, sondern im weiter gelegenen Gyulafehérvár verkauft. Der Juwelier, der die ungeklärten Besitzverhältnisse wahrscheinlich vermutete, brachte die erworbenen Stücke seine Karten nicht aufdeckend — ebenfalls nicht in Kolozsvár in das Museum, sondern in der weit gelegenen Hauptstadt in Kauf. Auf Grund des Gesagten, wurden die Funde von Apahida Grab I, d. h. des Omharus-Grabes in den folgenden Stufen bekannt (Tab.l). и XY 1 5 Zu den vermutlich nicht zum Omharus-Grab gehörenden Gegenständen (Csalldny 1961, 222-223, Taf. 207:6) 1 6 r. 1.