Folia archeologica 38.

Kemenczei Tibor: A békéscsabai aranylemez

EMAILLIERTER PI ERDEGESCHIRRBESCIILAG 159 Abb. 4 a — b. Emaillierter Anhänger. Fo.: Tác (Kom. Fejér) = Gorsium. Ao.: István király Museum, Székesfehérvár. Inv. Nr.: 61. 336. 1. Ende des 3. Jh. Vor dem Saal I des Palastes (sog. Palatium) (Saal XI) aus 40 cm­Tiefe zum Vorschein gekommen. 8 Weicht von den oben erwähnten etwas ab, insofern sich oben kein Dreiblatt befindet, sondern die flache, runde Öse sich unmittelbar an die kleine Scheibe anschließt. Die Mitte des unteren Dreiblattes ist fragmentarisch. Das Stück wurde nicht so massiv ausgeführt, wie die obigen. An der kleinen Scheibe war in zwei Feldern die Emailein­lage: in der Mitte rot, der heute schon entfärbte Rundring dürfte von Mille­fiori-Technik gewesen sein. Im Blattdekor sind an beiden Seiten einfache rote, im mittleren blaue Farbreste zu sehen. An der Rückseite (b) war nur bei dem Blattdekor ein Niet (fragmentiert). Im Mittelpunkt der Scheibe ist eine kleine Eintiefung. L. 35 mm, Dm: 16 mm, D: 1,5 mm. Abb. 3:6— Abb. 5. Dem Pferdegeschirr von Visegrád-Тур steht am nächsten ein emaillierter Beschlag aus Da^ien, dessen oberer Teil eine Peltaform war und am unteren Teil befanden sich drei Anhänger. Fo. : Alba Julia (Rumänien) = Gyulafehérvár = Apulum. Ao.: Cluj (Kolozsvár) Historisches Museum Transsilvaniens. Inv.-Nr.: 4866. Das Farbbild des Gegenstandes führte schon A. Riegl im Jahre 1904 vor." Am oberen Teil des peltaförmigen Beschlages befindet sich ein dreiteiliges Krönungsglied. Der stark beschädigte, zackige Rand biegt sich auf zwei Rosetten. Am unteren Teil der Pelta sind auf der bogenförmig eingesetzten blauen Emailfläche weiße Punktkreise. Dies wie­derholt sich auch unter der Spitze. Zwischen den beiden befinden sich zwei bogenförmige, eckig abgeschlossene, rote Emailfelder. An den zwei erhal­ten gebliebenen Anhängern sind in weißen Emailfeldern je 3 weiße, kleine Kreise, in der Mitte mit blauem Punkt. Die Ringe am unteren Teil des pelta­förmigen Beschlages und die Ösen der Anhänger sind von völlig gleicher Ausarbeitung wie auf dem Beschlag von Visegrád. Gleichfalls ähnlich aus­gearbeitet sind an der Rückseite der Pelta die zwei zum Halten des Gurtes dienenden eckigen Ösen und je zwei Niete mit Kopf auf den Anhängern. L: 83 mm, Br: 47 mm, D: 3 mm. Anhänger L: 37 mm, Br: 20 mm Niet L: 6 mm, Dm des Nietkopfes: 8 mm. Abb. 6. Ein aus Brigetio (Szőny, Kom. Komárom) stammender und heute im Kunsthistorischen Museum, Wien aufbewahrter Beschlag (Inv.-Nr.: VI. 4862 (AM 363) 1 0 ähnelt den bisher vorgeführten Pferdegeschirren aus Viseg­8 Für die Überlassung des Stückes zur Publikation sprechen wir der Direktion des István király Museums unseren Dank aus. — Zur Zeitbestimmung: Das Palatium mag in den letzten Jahren des 3. Jh. entstanden sein. Fi/z, J-> The Excavations in Gorsium. Acta Archaeologica Academiae Scientiarium Hungaricae Tome XXIV. 1972. 8. — Fi/z, 7-> Führer in Gorsium. Székesfehérvár, 1983, 7,14. 9 Riegl, A., Spätrömische Kunstindustrie. Wien 1904, 197. Taf. V. 3. 1 0 Anläßlich des 14. Internationalen Limeskongresses im Linzer Schloß ausgestellt. Kata­lognr.: 24.14. Oberösterrech Grenzland des Römischen Reiches. Sonderausstellung des OÖ Landesmuseums im Linzer Schloß. 12. September 1986— 11. Jänner 1987. Hrsg. W. Seipel. 188. Für die Genehmigung der Publikation und der Zulassung der Fotos sind wir Herrn Hofrat Dr. W.F. Oberleitner und Herrn Dr. A. Bernhard— Walcher (Kunsthistorisches Museum, Wien Antikensammlung) Dank schuldig.

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