Folia archeologica 38.

Kemenczei Tibor: A békéscsabai aranylemez

A BÉKÉSCSABAI ARANYLEMEZ 153 Von der zweiten Hälfte des 5. Jh. v. u. Z. an verstärkte sich in der unteren Donaugegend die dakisch-getische Macht in erheblichem Maße. Das eine Denk­mal für den Ausbau ihrer westlich-nordwestlichen Verbindungen kann der Fund von Békéscsaba sein. Das Vorhandensein dieser Verbindungen beweisen einige, auf die der keltischen Eroberung unmittelbar vorangehende Zeit datierbaren, in den Gräberfeldern des Alföld vorkommenden Tongefäße dakischen Typs, 43 und vielleicht auch die in Tiszabene (Bana) zum Vorschein gekommene Bronze­hydria. 4 4 Das Goldblech von Békéscsaba kann also nicht das Denkmal einer im unga­rischen Alföld vom Beginn des ersten Jahrtausends v. u. Z. kontinuierlich be­stehenden, tätigen Metallbearbeitungswerkstätte sein und nicht das dortige Beste­hen einer über jahrhundertealte Tradition verfügenden Kultur, Kunst beweisen. Es ist ein neues, fremdes Element in der Kultur der Bevölkerung des Alföld im 5—4. Jh. v. u. Z., jedoch deutet zugleich auch den Ausbau der südlichen, südöstli­chen Beziehungen dieser Bevölkerung zu dieser Zeit an.

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