Folia archeologica 37.
Sándor Soproni: Marinianus Ursicinus magister
DF.H FUND VON VIZESD-PUSZTA 199 mehr in das Museum gelangt und konnte nicht unter die Funde der oben angeführten Hügel 1 — 3 geraten sein. Dies schließt die sich auf den Zeitpunkt der Eintragung in das Inventarbuch der Antikensammlung (Régiségtári Napló) beziehende Angabe sowie die Jahreszahl der Inventarisierung aus. Jedoch weist die Bemerkung „mit wenig Erfolg" gleichfalls darauf hin, daß es aus den später freigelegten Hügeln kein anderes erwähnenswertes Fundmaterial ans Tageslicht gekommen ist. t'ber die genauen Maßangaben der Hügel und die Lage der Funde stehen uns nur indirekte Hinweise zur Verfügung. Die Beschreibung der einzelnen Hügel und ihrer Funde gebe ich im weiteren mit Anführung dieser Hinweise an. Hügel 1-2 Betreffs ihrer Maße, der Form, der Größe und der Orientierung der Grabgrube haben wir keine Angaben. Der Aufzeichung nach wurde nur der mittlere Teil der Hügel durchforscht und beide waren ausgeraubt. Auch betreffs der Größe, der Richtung und der Raubgrube sowie der Art der Ausplünderung stehen uns keine Beobachtungen zur Verfügung. Auf Grund der in das Museum eingelieferten Holzreste, Eisenklammer und Eisennägel kann in beiden Fällen von einem Sarggrab die Rede sein. Auf Grund der Beigaben sind sie Männergräber. Beigaben : 1 — 2. Bronzeknöpfe auf Stoff angenäht. 3—46. Silber- und Bronzeknopf, Blech, Niet und Schnallenfragment. 47. Durchbrohte Tonscheibe. 48-74. Vermorschte Holzreste. (27 St.) 75—95. Eisenklammerreste. (21 St.) 96— 108. Eisennägel und ihre Fragmente. (13 St.) 109— 112. Eiserner Schildbuckel in vier Teile gebrochen. 113—114. Eiserne Schildspange in zwei Stücke gebrochen. 115—118. Vier Fragmente eines Schwertes. 119 — 120. Eisenlanze, in zwei Stücke gebrochen. 121— 123. Eisenlanze, in drei Stücke gebrochen 8. Hügel 3 Im Hügel wurden nur beigabenlose Gräber gefunden. Die Aufzeichunung berichtet nicht darüber, in welcher Tiefe die Erschließung vorgenommen wurde, so kann es vorgestellt werden, daß nach der Ershließung der späteren Bestattungen die Freilegung bis zu dem Grab des Hügels nicht fortgesetzt wurde. Hügel 4 „... die erwähnten Altertümer wurden alle am 1.X11. 1894 in einem Hügel gefunden. Und zwar die „zwei silbernen Spiralringe, Tüllen" in der obersten Schicht des Hügels, kaum 0,2 m (sic!) tief mit einem zum größten Teil vermorschten menschlichen Skelett zusammen. Alles andere hingegen — also der ganz große 8 MNM NGy Inv.-Nr.: 42. 1895. 1-123. In der Beschreibung ist die Serienzahl vor den Beigaben die Serienzahl der Inventarnummer. Diese Funde konnte ich nicht mehr identifizieren, jcdoch waren sie auch schon zur Zeit der früheren Publikationen nicht mehr vorhanden.