Folia archeologica 37.

Károly Mesterházy: Kora szarmata kori sírlelet Veresegyházról

166 ENDRE TÓTII aus der zweiten Periode der um 375/380 erbauten Festungsmauer freigelegt haben. Die schön gemeißelte Statue dürfte nirgends anders, als nur in einer Stadt gestan­den haben. Aus den Funden folgt, daß in der Umgebung der Festung von Alsó­hetény in einer Entfernung, aus der es sich noch gelohnt hat, die Steine wegzu­transportieren, eine Stadt gestanden hat. 1 3 Sie hat sich aus wirtschaftlichen oder/ und aus politischen Gründen bis zum 4. Jh. entvölkert. Zum Umbau der Festung wurden offenbar nicht nur die Grabsteine des Gräberfeldes, sondern auch das Baumaterial der Häuser abgetragen und in der steinarmen Gegend wieder ver­wendet. Diese Funde beweisen eine prosperierende Stadt in der Mitte Pannoniens und ermöglichen hiedurch die Untersuchung der Urbanisierung. Südlich vom Balaton, in dem sich bis zur Drau und zum Mecsekgebirge erstreckenden Gebiet gibt es, wenn wir die Dichte der pannonischen Städte in Betracht nehmen, auch für zwei städtische Territorien Platz 1 4 (Abb. 1.). Den östlichen Teil nahm das städtischen Territorium in der Umgebung von Alsó­hetény ein. In unserer vorliegenden ersten Studie suchen wir jetzt die Antwort darauf, ob sich die Ausdehnung dieser Stadt auch weiter nach Westen beweisen ließe ? In der zweiten Abhandlung werden wir uns mit der Stadt in der Umge­bung von Alsóhetény, mit ihren Gemarkungen und der Urbevölkerung befassen. Aus dem südwestlichen Bereich des Balaton stehen uns keine topographi­schen Beobachtungen über eine solche Erscheinung an der Oberfläche zur Ver­fügung, die die Annahme einer Stadt erlauben würde. Natürlich kann das Fehlen der Beobachtungen an der Oberfläche a priori das einstige Vorhandensein einer Stadt nicht ausschließen, da uns z. B. trotz der intensiven Geländebegehungen, der archäologischen Topographie die genaue Stelle des Munizipiums Mogetianae nicht sicher bekannt ist. 1 5 Selbst nach der Kartierung der Straße zwischen Savaria und Arrabona konnte nicht das an der Straße gelegene Mursella eindeutig lokali­siert werden. Auf den Äckern wiesen auf einer größeren, zusammenhängenden Fläche keine Gebäuderste auf eine Stadt hin. Wir müssen also anders vorgehen und das Itinerarium Antonini (im weiteren: ItAnt ) zur Hilfe rufen. Laut diesem durchquerte die Gegend eine Reichstraße, die Sirmium mit Treviri verband. Der Abschnitt dieser Straße zwischen Sopeanae und Savaria ist wie folgt: 1 9 Sopianae — XXII MP (32,5 Km) - Limusa XVI MP {var. XXVI, 23 bzw. 37 Km) - Silicenis XXIIII MP (var. XXIII, XXVIII d. h. 35,5 bzw. 2 34,41 KM) - Valco XXX MP (44,34 Km) - Mogetiana XXXVI MP (var. XXVI, XXXIII, d. h. 53, 2 bzw. 38,48, 48,8 Km) - Savaria. Mogetiana lag nördlich vom Balaton. Südlich vom Balaton sind drei Streßenstationen: von Südosten nach Nordwesten Limusa, Silicenae und Valcum. Limusa fällt in dieser 1 3 Die Stadt läßt sich wahrscheinlich mit dem nur 7 — 8 Km weit von der Festung von Alsó­hetény nördlich gelegenen Ruinenfeld identifizieren, das schon M. Wosinszky gut kannte <1896,' 772 — 773): Dalmand, Felsőleperd puszta. 1 4 So dachte es auch schon A. Mócsy laut der an S. 22 vorgeführten Karte seiner Arbeit: Mócsy 1976c. 1 5 S. später und die Anm. 47,48. 4 6 Tóth 1985, Anm. 28. " ItAnt 232,1-240,5 (Itineraria Romana, cd. O. Cuntz, Leipzig 1929). 1 8 Vgl. Mócsy 1962, 600.

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