Folia archeologica 37.

Tibor Kemenczei: Középsővaskori tegezveretek az Alföldön

156 KÁROLY MESTER IIÁZY dicht nebeneinander gereiht. 10 2 Als eine weitere Parallele ist eine Fibel aus Sopot zu betrachten, die einen breiten Nadelbehälter und zwei Nadeln haben hat. Bei dieser sind zwischen den beiden Lamellen und an beiden Seiten außerhalb der Lamellen in 8 Reihen verbindende Kugelchen. 10 3 Leider ist die Datierung diese nahen Parallelen unsicher, diese letztere läßt sich nach Bojovic vielleicht auf das 2.Jh.datieren. Er richtete auch die Aufmerksamkeit darauf, daß sich die aus Nin stammenden Fibeln des Museums von Zadar von Augustus bis Hadrianus dati­eren lassen, was in das erste Drittel des 2.Jhs tief hineinreicht. 10 4 Auf eine späte Zeit, auf das erste Jahrzehnt des 2. Jhs deuten auch die Aucissa-Fibeln aus Dazien hin. 10 5 Leider besitzen wir aus Pannonién kaum über welche neueren Daten. Die Datierung der älteren Exemplare ist dadurch erschwert, daß sie als Streufunde in die Museen gelangten (Carnuntum, Brigetio). Ein neueres Exemplar fand E.Szőnyi in Győr, in einer Grube aus dem 5.Jh., also an sekundärer Stelle liegend. 1"' 1 Auch in dem mit Pannonién benachbarten Barbaricum kommen nur selten diese Fibeln vor. Aus Böhmen sind uns zwei Exemplare bekannt, 10 7 aus Mähren kennt Peskar ein Stück. 10 8 Von den Exemplaren aus der Slowakei wissen wir heute schon, daß sie Scharnierfibeln sind. 10 9 Aus dem sarmatischen Raum kennen wir schon aus früherer Zeit zwei solche Fibelfunde (Gyula und Felsőpusztaszer). 11 1 Auf Grund der aus Dalmatien und Herzegowina stammenden Fibeln müssen wir die Entstehungszeit der Fibel von Veresegyház auf die zweite Hälfte des 1. Jhs, die Zeit hingegen als sie in das Grab gelangten, als eines der spätesten Stücke aus dem Barbaricum, kaum früher als das zweite Viertel des 2.Jhs setzen. Zur Bes­timmung der Bestattungszeit müssen wir die folgenden Gesichtspunkte in Betracht nehmen. Die Handelsbeziehungen zwischen den Sarmaten und dem Römerreich dürften sich vom Ende des 1 .Jhs an ausgebildet haben (Aucissa­Fibeln, frühe Bronzegefäße: z.B. Berettyóújfalu 11 1). Anderseits verschlechterten sich die Beziehungen zwischen den Dakern und den Sarmaten Ende des 1. Jhs, da ja mit der Entstehung der Provinz Dazien auch die Sarmaten ihre Oberhoheit auf die dakischen Gebiete erstreckt hatten. Das sarmatische Siedlungsgebiet nahm nach Osten zu. Die Erlangung des dakischen Halsringes konnte kaum nach der 10 2 Lerat 1957, Taf. IV. 66.; Ettlinger 1973, Taf. 9.10: Solothurn, Taf. 9.12: Vindonissa.; Kovrig 1937, Taf. XX. 10, gleich damit Patek 1942, Taf. V. 6.: Sisak-Siscia.; Marovic 1959, Tumulus 14, Grab 15, 30, Abb. 20.2, Abb. 29.5. 10 3 Bojovic 1983, Taf. IV. 28. 19 4 Bojovic 1983, 21. 10 5 Popescn 1941 — 44, 487., und aus Siebenbürgen neulich eine Variante mit zwei Nadeln: Moga-Mesaros 1980, 142, Fig. 5-6. nie Freundliche Mitteilung von Eszter T. Szőnyi. 10 7 Svoboda 1948, 49: Tuchovice, Cesova. los Pessar 1972, 66 — 67: Stare Hradisko, keltisches Oppidum. 10 9 Pie ta 1982, 38. 11 0 Kovrig 1937, 15: Gyula. Sie teilt den Fund nur auf Grund der mündlichen Mitteilung von Lajos Nagy mit. Veröffentlicht: Párducz 1941a, Taf. X. 1 а —c. Einzelstreufund. Die Fundstelle des anderen Exemplars aus Grab 17 von Szeged-Felsőpusztaszer stammt aus einem solchen Gräberfeld, aus dessen Grab 22 die Münze von Antonius Pius zum Vorschein gekommen ist: Párducz 1941a, Taf. XIV. 6 a-b, 17, 32, 39.; Gabler 1975, 92. 1 ' 1 Mócsy 1954, 124 — 25. Das Bild der unveröffentlichten Bronzeschüssel bei Ötvös 1957, 189. Taf. XXV. 2. Fundort: Berettyóújfalu. Sammlung des Reformierten Kollegiums zu Debrecen. Inv.-Nr.: B. 1895. 1.

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