Folia archeologica 37.
Tibor Kemenczei: Középsővaskori tegezveretek az Alföldön
150 KÁROLY MESTER IIÁZY so dürfen sie zur Daderung anderer Funde nicht herangezogen werden. 4 8 Dennoch richtet dieser letztere Fund darauf die Aufmerksamkeit, daß es ebenso unsicher ist, sie auch zu einer späteren Datierung zu benutzen. Alles in allem, können wir die oberste Zeitgrenze des Torques von Veresegyház auf die Zeit zwischen dem Ende des 1. und der Mitte des 2. Jhs setzen. Wir müssen nämlich ihre Abgenutztheit und Beschädigung beachten, da ja sie schon in gebrochenem Zustand, mit einem sekundär ausgebildeten Haken benutzt wurden. Die weite Zeitgrenze begründen die münzdatierten Funde und die an den Grabsteinen des 2. Jhs erscheinenden dakisch-illyrischen Schmuckdarstellungen. Die dakischen Halsringe selbst waren eine noch längere Zeit hindurch in Gebrauch, vielleicht sogar während des ganzen 1. Jhs. Die untere Zeitgrenze des Halsringes von Veresegyház ist unsicher, diese können wir auf Grund der Chronologie der übrigen Funde und der historischen Gesichtspunkte genauer angeben. Die zwei Armringe des Grabes von Veresegyház stammen aus dem Mündungsgebiet der Weichsel. Sie gehören in die Gruppe der Schildkopfarmringe. 4U J. Kmieciriski, der sich zuletzt mit ihrer Typologisierung befaßte, registrierte sämtliche Typen aus 84 Fundorten. Von den Typen I und II nach Kmiecinski, zu denen auch die Stücke von Veresegyház geboren, waren 70 Fundstellen bekannt. Ihre Zahl nahm inzwischen etwas zu. A. Vaday, die die ungarischen Exemplare zuerst mitteilte (Gelej, Szatmár), kannte schon 75 Fundstellen. 5 1 Mit einigen neueren Stücken konnten auch wir die Fundortsliste erweitern, obwohl wir bei weitem nicht bestrebt waren, sämtliche, seit 1960— 62 zum Vorschein gekommene Exemplare zusammenzusammeln. Wir waren nur neugierig, ob wir unter den neueren Stücken zu den Exemplaren von Veresegyház eine bessere Parallele finden oder ob wir weitere Daten zu ihrer Chronologie gewinnen können. Zu diesen gehört das bronzene Armringpaar des Grabes 1 im Hügel 14 von Zywa Woda, 3 2 Tolkmicko, 5 3 Kolacz. 5 4 Die Verbreitung der den Armringen von Veresegyház ähnlichen Exemplare ist die weitere Umgebung der Weichselmündung und von da nimmt ihre Zahl nach Süden, Südwesten allmählich ab. Außerhalb des polnischen Raumes kamen kaum welche Stücke zum Vorschein, jedoch sind sie alle von Belang hinsichtlich der Datierung der ungarischen Armringe. 3 3 Mit der Typologie dieser Armringe befaßte sich zuerst E. Blume. Er unterschied drei Typen. In den ersten Typ reihte er die dünnen, einen runden Querschnitt zeigenden, aus Drahtreif gefertigten Exemplare mit gestreckterweitertem Kopf. Den zweiten Typ leitet er aus dem ersten ab. Dieser hat ein breites Band, der Schildkopf ist halbkreisförmig und flach, jedoch verjüngt sich der mittlere Teil des Bandes (in diesen Typ gehört das eine Stück von Veresegyház). Der dritte Typ gestaltete sich als weiterentwickelte 4 S Pfeiler 1970, 58. Anrn. 101. 4 9 Zu ihrer Terminologie: Kaddatz 1957, 121.; Godlowski 1970, 37: bracelet with shield terminal.; Vaday 1980, 91-100.; Blume 1912, 64-65: Schlangenkopfarmring, benutzt auch die Bestimmung Tierkopfarmring.; Müller 1957, 27.; Kmiecinski 1962a, 118, 188, und andere. 5 0 Kmiecinski 1962a, 169-74.' 5 1 Vaday 1980, 93. 5 2 Kaczynski 1976, 263, 265.; Jaskanis— Kaczyski 1981, 45. Abb. 1.. 3 3 Glosik 1983, 246. Abb. 30, 253. •> 4 Glosik 1983, 240-41. Yerbreitungskarte bei Kmiecinski 1962, тара 2, und I 'aday 1980.