Folia archeologica 36.

Viola T. Dobosi: Ékszerek, hangszerek, különös tárgyak a magyarországi őskőkorban - Appendix II. Mária FÖLDLÁRI: Pilismarót—pálrét, borostyángyöngy elemzése

MLTTELEISENZEITLIC I IE TRENSEN 63 1. S^entes-Veker^iig, Grab 5. — Pferdegrab — Fragment einer Seitenstange und Hälfte des Mundstückes — (Abb. 8,5) — Mus. Szentes — Csallány, G. ­Párducz, M., Arch. Ért. 1944—45, Taf. 43, 8, 10. 2. Stentes- Л/eker^ug, Grab 19 — Pferdegrab — Mundstück mit Seitenstangen­teilen, stark verrostet. L: 10,8 cm, Dm: 9,7 + 9 cm (Abb. 8,6) — MNM (53.51.2) — Párducz, M., Acta Arch. Hung. 4, 1954, Taf. 2, 13. 3. Tis^avasvári, Dózsa telep, Grab 57 — Brandgrab — Alangelhafte, zusam­mengebogene Eisentrense in sehr schlechtem Erhaltungszustand, der die Spitze einer eisernen Lanzenspitze angerostet ist. L: 24,3 cm (Lanze), Dm: 13,8 cm (Abb. 8,3) — MNM (63.29.71) — Beifunde: Fragmente eines Topfes, Fragmente einer scheibengedrehten Schüssel und eines Kruges. — Lengyel, I., Arch. Ért. 90, 1963, 298. Unter den Trensen von unbestimmbarem Typ erwähnen wir das Stück von Mátészalka. Von diesem Fund schreibt Sándor Gallus, daß seine Seitenstange in Tierkopfende ausgeht und sich im Nationalmuseum befindet. 0 2 Leider liegt dieser Fund nicht vor und auch im Inventarbuch ist nichts zu lesen darüber. So kann seine Form nicht bestimmt werden. Von den slowenischen Funden sind aus Novo Mesto im Grabhügel 3 und in Magdalenska Gora aus Grab 27 und V/29 solche genietete Eisentrensen zum Vorschein gekommen, deren genauer Typ infolge ihrer Fragmentiertheit nicht festgestellt werden kann. 6: ! Die erörterten, früheisenzeitlichen Trensen des Alföld bieten in sich noch keine Möglichkeit, die ethnische Zugehörigkeit der Bevölkerung, in deren Nachlassenschaft sie vorkommen, zu bestimmen. Trotzdem wird in der Fach­literatur über diese Frage eine großangelegte Diskussion geführt. Im Laufe dieser dienten das Pferdegeschirr, die Trensenfunde als ein Hauptargument zur Bestimmung der thrakischen kimmerischen, skythischen und sigynnatischen Bevölkerung im Gebiet des Alföld. Die Anwesenheit der thrakischen Ethnie versuchte man mit dem örtlichen Vorkommen der Gegenstandstypen zu unter­mauern. 6 1 Zur Niederlassung der Völker östlichen Ursprunges im Alföld dienten die Formübereinstimmungen mit den entsprechenden Gegenständen der Steppen­zone als Grundlage. 6 5 Die der Form nach fast übereinstimmenden Eisentrensen kommen jedoch in einem großen Raum, in ganz abweichende materiell-geistige Kulturen und Wirtschaftsformen widerspiegelnden Denkmälern vor und so sind sie offenkundig Nachlassenschaften verschiedener Volksgruppen. Die Stücke vom Alföld verdienen aber unter den ostmitteleuropäischen Trensenfunden eine besondere Aufmerksamkeit, denn sie stellen ein solches Fundmaterial, dar, dessen Teile sich mit zahlreichen Fäden an die präskythischen, skythenzeitlichen Denk­mäler der Steppengegend anschließen. In die erste Gruppe der Trensenfunde östlichen Typs gehören noch die aus Bronze gefertigten Stücke. Das Vorkommen ihrer verschiedenen, hier nicht 0 2 Gallus, S.— Horváth, Т., a.a. О. 72. 6 3 Güstin, M. Terkán, В., a.a. О. 84, Taf. 4, 2; Hencken, H., a.a. О. 121, Abb. 69; 171, Abb. 149; .5'. Gabrovec, Zur Hallstattzcit in Slovenien. Germania 44 (1966) Abb. 17, 5. 0 4 Dusek, M., Die Thraker im Karpatenbecken. S1A 22 (1974) 389. 0 5 Harmatta, ]., Le promléme cimmerien. Arch. Ért. 1946—48, 130ff.; Párducz, M., Probleme der Skythenzeit im Karpatenbecken. Acta Arch. Hung. 25 (1973) 36.

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