Folia archeologica 36.
Viola T. Dobosi: Ékszerek, hangszerek, különös tárgyak a magyarországi őskőkorban - Appendix II. Mária FÖLDLÁRI: Pilismarót—pálrét, borostyángyöngy elemzése
58 TIBOR KEMENCZEI Zeit erzeugt werden konnten. Die Bestattung dieses Kurgans reiht die sowjetische Forschung zu den Denkmälern der ersten Hälfte des 6. Jhs. v. u. Z., also in die Frühskythenzeit. 4 1 Die Datierung des Fundkomplexes von Nagytarcsa auf die Frühskythenzeit wird auch durch die Funde des in der Waldsteppenzone, in der Gemarkung des Dorfes Perebykovca an der Dnestr erschlossenen Hügels bestätigt. Hier wurde auch eine Eisentrense gefunden, deren gerade Seitenstange mit parallelen Seiten drei Löcher hat. Sie unterscheidet sich nur in der Endung des Mundstückes von den ähnlichen Exemplaren aus dem Alföld, sie hat ein Mundstück mit Steigbügelenden. 4 2 Diese Form zeigt dasselbe Mundstück der Bronzetrensen von spätkimmerischem, frühskythischem Typ. G. 1. Smirnova ist trotz dessen, daß sie diese Eigenartigkeit der Trense von Perebykovca erwähnt, der Meinung, daß diese Trense doch aus den Donau-Karpatengegenden stammt. 4 3 Da von der Waldsteppengegend der Ukraine mehrere solche Trensen bisher nicht zum Vorschein gekommen sind, scheint diese Folgerung logisch zu sein. Jedoch wenn wir die Zeit der Hügelgräber von Perebykovca in Betracht nehmen, so kann auch schon eine andere Feststellung als akzeptabel betrachtet werden. Diese können auf Grund der in ihnen gefundenen bronzenen Pfeilspitzen auf die erste Hälfte des 6. Jhs v. u. Z. datiert werden, d. h. sie sind Denkmäler einer älteren Zeit, so wie die große Mehrheit der genieteten Trensen des Alföld. Beachten wir auch noch, daß das Fundmaterial von einer nicht vom Alföld nach Osten, sondern gerade in umgekehrter Richtung ausgehenden Expansion zeugt, so kann es vorausgesetzt werden, daß auch diese Trensenform zuerst in der Dnestrgegend entstanden ist. Als Vorlage dienten die frühskythischen eisernen und bronzenen Trensen, was auch die Form des Mundstückes des Exemplares von Perebykovca beweist. Zur Umformung skythischer Gegenstandstypen können auch noch viele andere Beispiele in der Waldsteppenzone (Akinakes, Köcherbeschlag, Spiegel) erwähnt werden. Diese Trensenform dürfte demnach von der Dnestrgegend nach dem ungarischen Alföld und Oltenien (Ferigile) gelangt sein, 1 4 wo die örtlichen Handwerker außer der Bewahrung der Herstellungstechnik (Nietung) die verschiedenen Formen der Seitenstangen ausgebildet haben. Die Trensen von Nagytarcsa sind zweifelsohne die ältesten, auf die erste Hälfte des 6. Jhs v. u. Z. datierbaren Exemplare. Hierzu bietet nicht nur ihre Formübereinstimmung mit den Trensen von Perebykovca, sondern auch die Stilübereinstimmung mit den von Tierfigur verzierten Rasseln des Fundes von Nagytarcsa und des Kurgans von Starsaja Mogila der Dneprgegend eine entsprechende Grundlage. Die sich auf die Zeit der beiden Gegenstandstypen beziehenden Daten bekräftigen sich auf diese Weise gegenseitig. In einem gut datierbaren Fundkomplex kam noch in Serbien, im Fürstenkurgan von Atenica eine genietete Eisentrense von Typ 3 zum Vorschein. Die Zeit dieses Fundes ist auf Grund der griechischen importierten Keramik das Ende des 6.-der Beginn des 5. Jhs. v. u. Z. 4 5 Die Gegenstände des solche Trense enthaltenden Grabes 34 von Hetény (Chotin) (bronzene Pfeilspitze, 4 1 Winskaja , A. I., Skify ... 68, Taf. 3. 4 2 Smirnova , G. /., a.a. O. 48, Abb. 9, 4. 43 a a_ Q 50 4 4 Vulpe, A., Necropola . . . Taf. 21, 7. 4 5 Djuknic , M. —Jovanovic, В., Illyrian Princely Necropolis at Atenica. (Сасак 1966) Taf. 25, 5