Folia archeologica 36.

Viola T. Dobosi: Ékszerek, hangszerek, különös tárgyak a magyarországi őskőkorban - Appendix II. Mária FÖLDLÁRI: Pilismarót—pálrét, borostyángyöngy elemzése

54 TIBOR KEMENCZEI 13. S \ente s-Veker^itg — Grab 36. — Pferdegrab — Eisentrense mit mangel­haften Seitenstangen, in zwei Stücken, Querschnitt Viereckform. L: 10,8 und 6,6 cm, Dm: 7,7 und 7,1 cm (Abb. 5,7) — MNM (53.51.90) — Beifunde: mit freier Hand geformter Krug, zwei Fragmente einer scheibengedrehter Schüssel, Mahlstein, Fragment eines Wetzsteines, Feuersteinsplitter — Párducz, M., Acta Arch. Hung. 4, 1954, Taf. 12,2. 14. Szentes-Vekerzug, Grab 151 — Pferdegrab — Hälfte einer Eisentrense, Querschnitt Vieckform. L: 9,8 cm, Dm: 8,4 cm (Abb. 5,8) — MNM (55.14.139) — Beifunde: Obsidianabschlag — Párducz, M., Acta Arch. Hung. 6,1955, Taf. 2,7. 15. Csanj telek, líjhalastó, Grab 89 — Brandgrab — Eisentrense — Móra Ferenc Museum, Szeged — Galántha, M., Comm. Arch. Hung. 1981, 54, Abb. 15. In Ostmitteleuropa wurden noch an folgenden Stellen Eisentrensen von Typ 2 gefunden: in Kosice (Kassa, Abb. 2,5) undChotin (Hetény, Grab 119, 120), im Gebiet der skythenzeitlichen Alföld-Kultur, 3 4 in Szentlőrinc (Grab 61) im südtransdanubischen Gebiet der hallstattzeitlich-illyrischen Kultur, 3 5 ferner in Brezje (Hügel VI, Grab 1), Vace (Grab 43) und Zagorje im Bereich der slowe­nischen Hallstattkultur. 3 6 Zur Datierung der Trensen von Typ 2 stehen uns mehrere Daten zur Ver­fügung. Die in den Gräbern von Szentes-Vekerzug 16 und Hetény 120 vor­handenen, auf die zweite Hälfte des 6. bzw. auf die erste Hälfte des 5. Jhs v. u. Z. datierbaren bronzenen Pfeilspitzen bestimmen die Zeit der mit ihnen gemeinsam gefundenen Trensen. 3 7 Zur Übergangszeit des 6—5. Jhs entstand das Gräberfeld von Szentlőrinc. 3 8 Die aus den Bestattungen der slowenischen Hallstattkultur zum Vorschein gekommenen solchen Trensen sind in Begleitung von Gegen­ständen aus dem Ende des 6. — Mitte des 5. Jhs. v. u. Z. zum Vorschein gekom­men. 3 9 Die vorgeführten Funde bestimmen die Periode von der Mitte des 6. bis zur Mitte des 5. Jhs. v. u. Z. als die Verwendungszeit der Trensen von Typ 2. Zu ihrer Erzeugung zu einem früheren Zeitpunkt stehen uns keine authentischen Angaben zur Verfügung. In Grab 12 von Szentes-Vekerzug waren die Trensen von Typ 1 und 2 gemeinsam vorhanden. Die Zeit des gemeinsamen Gebrauches der beiden Trensenformen dürfte bis Ende des 6. Jhs. v. u. Z. gedauert haben. Das Volk der illyrisch-slowenischen Hallstattkultur hat von diesem Zeitpunkt an den Gebrauch der genieteten ostmitteleuropäischen Trensen übernommen, jedoch kommt unter den übernommenen Typen der erste nicht mehr vor, sondern nur der zweite. 3 4 Párducz, M., Le cimetière hallstattien de Szentes-Vekerzug. Acta Arch. Hung. 2 (1952) 148.; Dtisek, M., Thrakisches Gräberfeld der Hallstattzeit in Chotin. (Bratislava 1966) Taf. 9, 11, 21. 3 5 Jerem, E., The Late Iron Age Cemetery of Szentlőrinc. Acta Arch. Hung 20 (1968) 206, Abb. 28, 61/1. 3 6 Kromer, K., Brezje (Ljubljana 1959) Taf. 17; Foltiny, S., Zur Frage des „skythischen" Einflusses in Österreich und in Slowenien. AAu. 33 (1963) 29, Abb. 4, 1; Gabrovec, S., Zagorje in der Vorgeschichte. AV 17 (1966) Taf., 6, 2. 3 7 Meljukova, A. I., a.a. O. 22, Taf. 7B. 3 8jerem, TL, a.a.O. 159f; Gitstin, M. —Ter^an, В., Beiträge zu den vorgeschichtlichen Beziehungen zwischen der Südostalpengebiet, den nordwestlichen Balkan und dem südlichen Pannonién im 5. Jahrhundert. In: Ancient Europe and the Mediterranean (Warminster 1977) 80. 3 9 Güstin, Ai.—Terkán, В., a.a. О. 77.

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