Folia archeologica 36.
Viola T. Dobosi: Ékszerek, hangszerek, különös tárgyak a magyarországi őskőkorban - Appendix II. Mária FÖLDLÁRI: Pilismarót—pálrét, borostyángyöngy elemzése
50 TIBOR KEMENCZEI Außer den erörterten früheisenzeitlichen Trensen östlichen Ursprunges wurden im Gebiet Ostmitteleuropas in größter Zahl die vernieteten Eisentrensen gebraucht. In der Fachliteratur heißen sie auch skythische oder den VekerzugTyp zeigende Trensen. Mihály Párducz unterscheidet bei diesen fünf Varianten.'6 Auf Grund der neueren Funde ist diese Aufteilung etwas zu ändern. Unter den auf dem Mundstück festgenieteten Eisenknebeln können nach der Form der Seitenstangen Varianten unterschieden werden. Z/ir ersten Variante reihen wir jene Stücke, deren Seitenstangen bogenförmig sind und an ihrer äußeren Seite drei Ösen haben. Von diesen befindet sich in der mittleren Öse der an das Mundstück befestigende Niet. Der Querschnitt der Seitenstange ist flach-viereckig, das obere Ende läuft in einen Tierkopf aus, das untere Ende ist spitzig oder schließt mit einem Knopf. In Ungarn sind an den folgenden Fundstellen solche Eisentrensen zum Vorschein gekommen. 1. Umgebung von Cegléd, Kom. Pest. — Einzelfund— Länge der Seitenstangen: 19,7 und 18 cm, Breite des Mundstückes: 8,9 + 9,9 cm (Abb. 3,7) — Museum von Cegléd — Párduc^, M. Fol. Arch. 10, 1958, Taf. 10, 1; Dinnyés, I. Studia Comitatensia, 11, 1982, Taf. 19,8. 2. Fii^esgyarmat, Fundort 23, Kom. Békés — Streufund — (Abb. 3,6) — Mus. von Békéscsaba — Bakqy, K. Békés m. Muz. Közi. 1, 1971, 139, Abb. 4. 3. Miskolc, Diósgyőr, Kerekdomb — Grabfund? — Der eine Ring des Trensenmundstückes ist beschädigt, L: 14,8 und 13,9 cm — Dm: 8,8 + 7,4 cm (Abb. 3,8J — Mus. von Miskolc (53.819.4) — In das Museum sind von diesem Fundort mit der Trense zusammen noch die folgenden Gegenstände gelangt: zwei Eisentrensen (Abb. 4, 5,1), zwei Eisenlanzenspitzen, Ärmchenbeil, drei Wandfragmente eines stumpfkegelförmigen Eiseneimers, drei unversehrte, gebogene Eisenstangen und zwei Fragmente. — Gallus —Horváth, Un peuple cavalier scythique en Hongrie, 1939, Taf. 68, 1. 4 — 5. Njék/ádbá^a, Me^őnjék, Kom. Borsod—Abauj—Zemplén. — Grabfunde? — Trense, die eine Seitenstange ist mangelhaft. L: 18,6 und 16,2 cm, Dm: 9,2+ 8,2 cm (Abb. 3,9); Trense, das obere Ende der einen Seitenstange fehlt (Abb. 3, 10) — L: 17,8 und 12,2 cm, Dm: 9,3+8,5 cm. — Mus. Miskolc (53.819.5, 53.1049.1). Mit den Trensen zusammen sind vom Fundort noch folgende Gegenstände ins Museum gelangt: Eisentrense (Abb. 7,3), zwei eiserne Lanzenspitzen, Bronzephalera, eisernes Trensenmundstück. - - Gallus —Horváth, a.a.O. Taf. 67, 3, 4. 6. S^entes-Vekerî(tig, Kom. Csongrád. — Grab 6, Pferdebestattung. — Zwei Seitenstangen und die größere Hälfte des zweiteiligen Mundstückes einer Trense. L: 17,4 und ca. 13 cm, Br: ca. 7,7 + 5,3 cm (Abb. 4, 1 ) — Mus. von Szentes und MNM (55.14.142) — Gallus— Horváth, a.a.O. Taf. 69,2; Csallány, G. — Párducz, M., Arch. Ért. 1944—45, Taf. 43,9; Párducz, M. Acta Arch. Hung. 6, 1955, Taf. 11,5. 7. S^entes-Veker^itg. — Grab 12, doppelte Pferdebestattung. — Mangelhafte, zusammengebogene Eisenstrense, L: 10 und 9,1 cm, Br: 10,2 und 9,8 cm (Abb. 4,2) — MNM (74.1952.3,4). — Beifunde: Eisentrense, 4 Bronzephaleren, Eisenstangen und ihre Fragmente. — Párducz, M. Acta Arch. Hung. 2, 1952, Taf. 49, 1. 6 Párducz, M., a.a. О. 149ff.