Folia archeologica 36.

Viola T. Dobosi: Ékszerek, hangszerek, különös tárgyak a magyarországi őskőkorban - Appendix II. Mária FÖLDLÁRI: Pilismarót—pálrét, borostyángyöngy elemzése

FOLIA ARCHAEOLOGICA XXXVI. 1985. BUDAPEST 43 MITTELEISENZEITLICHE TRENSEN V О N О S T-M ITTELEUROPÄISCHEM TYP IM ALFÖLD Tibor KEMENCZEI Aus dem Karpatenbecken und den anrainenden Gebieten sind in bedeutender Menge früheisenzeitliche Trensen, Phaleren, Riemenkreuzungen und Riemenbe­sätze erhalten geblieben. Dies spricht dafür, daß in dieser Phase der Urzeit im Leben und in der Wirtschaft der Volksgruppen dieser Gebiete die Pferdehaltung im Verhältnis zu den früheren Zeiten bedeutender geworden ist. Dies kann auf die Wirkung des sich im Steppengebiet im ausgehenden 2. Jahrtausend v. u. Z. ausgestalteten Reiternomadenlebens zurückgeführt werden. Auch die Elemente des in den Steppen gebrauchten Zaumzeuges sind nach Ostmittel­europa gelangt, wo sie zur Herstellung der örtlichen, ähnlichen Gegenstands­typen als Vorbild gedient haben. Die ersten Trensen, Phaleren östlichen Ur­sprunges gehören zu den sog. Gegenständen kimmerischen Typs, während ihre zweite, jüngere Gruppe den Einfluß des Handwerkes des skythischen Kulturkreises widerspiegelt. Die Mehrheit der Trensen von sog. kimmerischem Typ wurde aus Bronze hergestellt und stammt aus der Mitte des 9—7. Jhs v. u. Z. 1 In der letzten Periode ihrer Verwendung wurden aber die Trensen auch schon aus Eisen gefertigt. Zu ihren ältesten Stücken gehören die in Grab 15 des in Tepe-Sialk (Iran) erschlossenen Gräberfeldes В gefundenen Eisentrensen. Bezüglich der Datierung dieses Gräberfeldes sind mehrere — das 10. und 7. Jh. v. u. Z. gleicherweise angebende — Meinungen entstanden, 2 jedoch wurde allgemein die zweite Hälfte des 8. Jhs v. u. Z. angenommen. 3 Von den Grabfunden soll vor allem das zweiteilige Trensenmundstück mit Ringenden erwähnt werden. Dies weicht von dem in Steigbügelform ausgehenden, charakteristischen, skythischen Tren­senmundstück der Steppengegenden ab. Die frühesten solchen Mundstücke aus Eisen kommen in dem auf das 8. Jh. bzw. auf die erste Hälfte des 7. Jhs 1 Terenozkin, A. I., Kimmerijcy (Kiev 1976) 147ff. 2 Scbaeffer, C. F. A., Statigraphie comparée et chronologie de l'Asie occidentale (London 1948) 470ff. ; Ghirsman, R., Persia. From the Origins to Alexander the Great (London 1964) 279f. ; Boehmer, R. M., Zur Datierung der Nekropole В von Tepe Sialk. Arch. Anz. 1968, 822f. ; Tereno^kin, A. I., Data mingecaurkih udil. SA 1971—4, 77. 3 Ghirsman , R., A propos de la nécropole В de Sialk. IPEK 24, 1974—77, 46f

Next

/
Oldalképek
Tartalom