Folia archeologica 36.

Fodor István: Honfoglalás kori bordázott nyakú edényeink származásáról

ÜBER DEN URSPRUNG DER LAND­NAHME ZEIT LICHEN GEFÄßE MIT GERIPPTEM HALS Die aus den ungarischen Gräbern (insgesamt 12 St.) und von den Siedlungen des 10—11. Jhs zum Vorschein gekommenen zylindrischen, henkellosen oder mit zwei kleinen Henkeln versehenen Gefäße mit geripptem Hals hat vor zehn Jahren K. Mesterházy zusemmengesammelt und untersucht. 1 Er stellte fest, daß diese Gfäßart von verhältnismäßig geringer Zahl im Karpatenbecken mit dem landnehmenden Ungartum erschienen ist. Ihre östlichen Analogien hat er in einer gleichfalls in geringer Zahl erhalten gebliebenen Keramik von Choresm erkannt und auf Grund dieser vorausgesetzt, daß diese Gefäße im 9. Jh. von den choresmischen (kalisischen) Töpfern erzeugt worden sind, die in den Reihen der sich dem Ungartum angeschlossenen Kabaren gewesen waren. Von den neueren Funden ist besonders wichtig, daß ein solches Gefäß in dem einen Grab des in Przemysl (Polen) erschlossenen ungarischen Gräberfeldes des 10.Jhs 9 und in dem Gräberfeld von Majs (Kom. Baranya) des 10—11. Jhs gefunden wurde. 1 4 Die östlichen Analogien dieser Gefäßart liegen aber nicht nur in Choresm vor. Im 6—1. Jh. v. u. Z. kommen Gefäße mit geripptem Hals (jedoch meist mit rundem Boden) in den sarmatischen Gräbern der südlichen Ural, 1 5­1 7 ferner der Wolga­1 8- 1 9 und der Don-Gegend 2 0, sodann vom 8. Jh. an auf den Siedlungen der Wolga-Bulgaren vor 2 1­2 5 (Abb. 1, l) 2 e. Die Formähnlichkeit der aus dem 10—12. Jh. stammenden sog, Amphoren von Kiewer Typ wurde schon früher erwähnt, bei diesen waren aber Exemplare mit geripptem Hals nicht bekannt. Neuerdings wurden jedoch im veröffentlichten Material auch solche mit geripp­tem Hals gefunden, 2 9- 3 0 und das im Dorf Glezne (Westukraine) als Streufund zum Vorschein gekommene Gefäß ist eine am nächsten liegende östliche Analo­gie des ungarländischen Typs 3 1 (Abb. 1 2.). Ein ähnliches altrussisches Gefäß stammt aus der Moldauischen SSR :!l a (Abb. 2.) Diese ungarländische Gefäß­gruppe kann aber mit den sog. pithosförmigen Gefäßen von Saltovo 3 4 nicht in Parallele gezogen werden, so wie dies einzelne ungarische Archäologen vermutet haben. 3 2- 3 3 Die Parallelen der Gefäße mit geripptem Hals kommen also in einem viel größeren Bereich vor, als dies K. Mesterházy gedacht hat und wir haben über­haupt keinen Grund dafür, daß wir diese Gefäße für kabarisch-kalisische Erzeug­nisse halten. Auch aus den historischen Quellen können wir nicht eindeutig darauf schließen, daß unter den sich den Ungarn angeschlossenen Kabaren Choresmer in bedeutender Zahl gewesen wären.

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