Folia archeologica 36.
Virágh Dénes: Római villa első ásatási térképünkön
144 ILONA KOVRIG Cloisonné-Beschlägen von Szeged—Nagyszéksós entstanden sein, auf welchen schon die gewellten Stege angewendet wurden. 1 2" Diese Zellenwandform können wir an den Schnallen des Fundes Apathida I und an den Gegenständen des Fundes IL, 13 0 auf dem Schwert von Tournai 13 1 und an den mit diesen gleichaltrigen Goldgegenständen in der zweiten Hälfte des 5. Jhs antreffen, als sie allgemein wird. Die Funde von Pécsüszög und Bátaszék dürften vor der Mitte der dreißiger Jahre des 5. Jhs nicht in die Erde gelangt sein, jedoch ist es nicht ausgeschlossen, daß es hierzu erst in den vierziger oder ersten fünfziger Jahren des 5. Jhs gekommen ist. Dasselbe bezieht sich auch auf das Diadem von Csorna, was zum Teil seine enge Verbindung mit den zwei vorhererwähnten Funden, zum Teil sein Fundort in Pannónia prima unterstützen. Angesichts der nicht hohe Ansprüche stellenden Goldschmiedearbeit, mit der das Diadem erzeugt wurde, z. B. das unter den grünen Glaseinlagen sichtbaren, zur Nachahmung der geriffelten Goldfolie unregelmäßig eingeritzte Gittermuster (in guten Goldschmiedewerkstätten hat man selbst unter den Giaseinlagen ebenso die geriffelte Goldblechfolie angewendet, wie unter den Halbedelsteinen, vgl. Szilágysomlyó/Simleul Silvaniei, Fibel XII: Fettich, N., Szilágysomlyó 38, Taf. XXII, 2), ist es nicht völlig unmöglich, daß es im Donaubecken von einem solchen Goldschmied hergestellt wurde, dem schon infolge seiner Abstammung die Produkte, Technik und Muster der pontischen Werkstätten nicht fremd waren, obwohl es wahrscheinlich ist, daß er aus der nördlichen Pontusgegend stammte. Nur im Falle der Schwertbeschläge von Bátaszék können wir die örtliche Flerstellung für gewiß ansehen. Die übrigen Gegenstände desselben Fundes weisen aber — wie davon schon die Rede war — nicht in diese Richtung hin. Das Diademfragment von Dulceanca halten wir für den letzten Vertreter der hunnischen Diademe aus einer an die sich nach dem Tode Attilas zurückgezogenen Hunnen knüpfbaren Bestattung nach der Mitte des 5. Jhs. * * * In der Luftlinie nicht weiter als 20 km von Csorna kamen die als hunnisch betrachtbaren Funde von Dőr und Sobor, 13 2 Árpás, 13 3 Lébény 13 4 sowie auch nur 8 km entfernt der germanische Fund von Rábapordány aus dem 5., Jh. 13 5 12 9 Fettich, N., Szeged-Nagyszéksós. Taf. I. 23—25. 13 0 Fettich , N.. a.a.O. Taf. XXIII, 7—8; Horedt, K. — Pratau, D., Neue völkerwanderungszeitliche Goldfunde des 5. Jahrhunderts in Siebenbürgen. Germania 48(1970) Taf. 34, 2—3; 39, 3a; 48, 9; 49—50; 53—54. 13 1 Böhner, K., Childerich von Tournai. Reallexikon d. Germanischen Altertumskunde. Bd. 4. Lief.3/4. Abb. 133, 135, 4, 8—9. 13 2 Unveröffentlichte Funde. Erwähnt bei Bona, I., Severin . . . 190f. 13 3 Unveröffentlichter hunnischer Goldfund. Durch das Entgegenkommen von P.Tomka mir bekannt. 13 4 Pusztai, R., Arrabona 8 (Győr 1966) 99ff. 13 5 Alföldi, A., a.a.O. Taf. X—XII.