Folia archeologica 36.

Virágh Dénes: Római villa első ásatási térképünkön

DAS DIADEM VON CSORNA 139 des Diadems von Kerc der ketzerische Gedanke auf, den Tihanova schon ange­schlagen und auch wir bereits erwähnt haben, nämlich ob man den Fundort dieses Diadems als eindeutig bewiesen akzeptieren könne.) Die Diademe der 2bc Untergruppe zeigen hinsichtlich des Verzierungsstils und der Technik die engste Verbindung mit den in den Funden von Pécsüszög und Bátaszék vorliegenden Goldbeschiägen, auf die wir im späteren noch zurückommen werden. Die Ornamentik der vertikalen Gliederung mit einer in der Verzierung des Diadems von Verhne Pogromnoe angewandten doppelten, gepreßten Perlen­reihe kann auch an den zerschnittenen Diademteilen von Höckricht/Jendrzy­chowice und Budapest beobachtet werden. Wahrscheinlich wurde an diesen die Verzierung des in der Wolgagegend gefundenen, jedoch vermutlich irgendwo im nördlichen Pontusgebiet hergestellten Kopfschmuckes nachgeahmt. Dies in Betracht genommen, scheint die vorhererwähnte Datierung der Diademe jenseits der Wolga (vgl. Anm. 108.S. 306) auf eine frühere Zeit als die Exemplare der Donaugegend und von Schlesien begründet zu sein, oder ihre Herstellung (in einer anderen Werkstätte) kann zumindest innerhalb einer Generation vor­ausgesetzt werden. In der Verzierung des Diadems von Verhne Pogromnoe und der Diadem­teile von Höckricht und Budapest ist das charakteristische Element, die einander nahe untergebrachte, mit doppelter, gepreßter Perlenreihe erfolgte, vertikale Gliederung mit dazwischen applizierten Schmucksteinen gemeinsam ein häufiges Ornament einer Fundgruppe, die mit unserem 2. Diademtyp chronologisch und größtenteils auch betreffs der ethnischen Zugehörigkeit der Träger in Verbindung gebracht werden kann. Insbesondere kann dies an den zur Verzierung der Pferdegeschirre dienenden, auf Bronzeblech applizierten, gestrecktrechteck­förmigen Goldblechen und Schwertbeschlägen beobachtet werden. 1" 9 Durch die Gegenstandsform wird — wie auch im Falle der Diademe — die Komposition der Verzierung beeinflußt. Als Anhaltspunkt zum Schluß auf die Zeit, als das Diadem von Csorna und mit ihm die in unsere 2bc Untergruppe gereihten Diademe hergestellt werden und nach dem Westen gekommen sind, muß vor allem eine Eigenartigkeit der Ver­zierung des Diadems von Csorna erwähnt werden. In seiner Ornamentik befindet sich ein Element, das aus einer Wellenlinie zwischen zwei gepreßten Perlenreihen besteht, das wir von anderen Diademen nicht kennen. 11 0 Jedoch kann dieses Ornament in einigen hunnischen Funden als Trachtzubehör (gepreßte Gold­blechriemenzungen) an den Pferdegeschirr- und Waffenbeschlägen wahrgenom­men werden, wie darauf schon A. Alföldi unsere Aufmerksamkeit gelenkt hat 10 9 z. B. in den Funden von Scerbataja kotlovina, Novo Ivanovka (Zaseckaja , I. Р., О hronologii. . . SA 1978. Nr. 1. 56, 69), Melitopol' und an den mit einer gepreßten Perlenreihe gegliederten Beschlägen, wie in den Funden von Engels-Pokrovsk Voshod-Kolchos (Sinicyn , I. V., Pozdnesarmatskie pogrebenija Niznego Povolz'ja. Izv. Saratovskogo Nizne-Volzskogo Inst. 7 (1936) 71 ff.; Werner , ]., a.a.O. Taf. 40,13), Radensk (OAK za 1897 g.SPb 1898. 106ff.; Fettich , N.. Szeged— Nagyszéksós. . . Taf. XXXV, 11), Novogrigor'evka (Grab VIII und IX), Kalinin —Sowchos, Pécsüszög. 11 0 Am Innenteil der Totenhaube von Ryosan (Südkorea) wurde bei der Anbringung des unteren Saumes eine Wellenlinie (Zickzacklinie) angewendet, vgl. Chewon Kim , Report of the Research of Antiquities of the National Museum of Korea 1 (Seoul 1948) Taf. 47; Werner , J., a.a.O. Taf. 67, 6.

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