Folia archeologica 36.

Virágh Dénes: Római villa első ásatási térképünkön

DAS DIADEM VON CSORNA 137 §imleul Silvaniei vorliegenden einigen Medaillons und die ältesten Fibeln 1" 1 2) Die hunnische Macht hat auch nach dem von Ruga geführten westlichen Vor­drang ein günstiges Siedlungsgebiet an der Ebene zwischen der Wolga und dem Dnepr behalten, 1" 2 das die Basis für einen Teil der führenden Schicht geblieben ist. Diesem widerspricht vielleicht aber der Bericht von Priskos über den Hofhalt der Frau Attilas (Mutter Ellaks) und der Gemahlin des Onegesios sowie der Witwe von Bleda im Zentralregierungsgebiet. lu a Daß das Leben im Gebiet des bospo­ranischen Reiches noch im 5. Jh. rege war, beweisen auch die Funde, selbst aus der Hauptstadt, wo die örtliche Aristokratie im Zeitalter ihrer hunnischen Ab­hängigkeit ihren Reichtum bewahrt hat. 10 4 Wahrscheinlich wurde unter den Hun­nen auch das ganze Gebiet von Tanais von neuem bevölkert. 10 5 So dürfte trotz ihrer zu Beginn verübten Verwüstungen im weiteren das wirtschaftliche Milieu für die Hunnen in aller Hinsicht günstig gewesen sein. Bevor wir auf die Übersicht der Diademe der 2. Gruppe übergehen würden, müssen wir darauf hinweisen, daß selbst die aus Dreiergliedern zusammenge­stellte Diademkonstruktion nicht zeitbestirr mend ist. Sie wurde an hellenistischen Diademen und auf dem Kopfschmuck von Novocerkask im 1. Jh. schon angewen­det. Diese Form kommt in unserer 1. und 2. Gruppe gleichfalls vor (1. Gruppe: Nr. 1,18; 2. Gruppe: Nr. 2, 5, 6, 10, 15). Westlich vom Dnepr sind dreiteilige Diademe bisher noch nicht zum Vorschein gekommen (vgl. Abb. 6). Der als verhältnismäßig einheitlich betrachtbare Verzierungsstil der in die 2. Gruppe gereihten Diademe, die mit reihenhaft, dicht nebeneinander gesetz­ten Steinen bedeckte ganze Oberfläche weicht von den Produkten der bosporani­schen und in anderer spätantiker Tradition arbeiterden \Xeikstätten ab. Sie kön­nen mit Recht als cherakteristischste Schmuckgegenstände des „neuen Stils" ange­sehen werden. Ihre Mehrheit wurde vermutlich in Werkstätten der westlichen Pontugegend produziert. In nur mit einigen einfachen Zierelementen arbeiten­den Werkstätten, die auf Bronzeblechunterlage montierte, mit Schmucksteinen verzierte Goldbleche der in ähnlichem Stil und ähnlicher Technik erzeugten Pferdegeschirre, Waffen und Trachtzubehöre hergestellt haben. lc e Die in diesen Fundkomplexen vorkommenden Stücke von anspruchsvol­lerer Technik dürften nicht die Produkte ebenderselben Werkstätten gewesen sein (die in Cloisonné-Technik hergestellten Schnallen, Riemenzungen, Schwert­perlen zeigen klar an, daß ihre Ausrüstung von mehreren Stellen beschaffen wurde). Tihanova hält im Falle der beiden Diademe von Tiligul selbst den Ur­sprung aus dem Donauraum nicht für völlig ausgeschlossen (zit.Werk 126). Wahr­scheinlich waren auch an den hunnischen königlichen Residenzen Goldschmiede tätig und sogar and den Sitzen der höheren Würdenträger kann dies vermutet werden. Wie bereits erwähnt, zeigen die Funde auch Spuren von sehr schwach qualifizierten„Meistern". 10 1 vgl. Anm. 62.; Fettich, N., Szilágysomlyó. . . 53f. Taf. И, V, XI. 10 2 Bona, I., Nibelungenlied. . . 306. 10 3 Priskos, In: Hist. Graeci Min. ed. Dindorf. Vol. I. 8 10 4 Darüber unlängst: Ambroz, A. K., Stepi Evrazii. . . 23. 10 5 Selov, D. В., Tanais i Niznij Don v pervye veka nasej cry. (Moskva 1972) 307fF. 10 6 vgl. im zit. Werk von Alföldi, Werner, Fettich (Szeged-Nagyszéksós) die zusammenge­sammelten, diesbezüglichen Funde und die III. Gruppe der Aufzählung von Zaseckaja (Klas­sifikaeija . . . 16ff., 28—29.

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