Folia archeologica 36.
Virágh Dénes: Római villa első ásatási térképünkön
DAS DIADEM VON CSORNA 135 Schmuck gefunden, 9 0 dessen ähnlicher Typ mit dem kronenförmigen Kopfschmuck zusammen im Fund von Kara-Agac war. Das Vorbild der mit Schnurornament umrahmten Zierscheiben, auf welchen um den zentralen Stein in einem regelmäßigen Muster die sorgfältig geschliffenen Steine in Einzelfassung untergebracht sind, zeigen gut die syrischen Schmuckgegenstände des 2—3. Jhs an. 9 1 Ebenso auch die Zierscheibe des durch eine Prägung des Commodus datierten Halsreifes aus dem Grab 6 von Armazis-Khevi 9 2. Was die mit strahlenförmig angeordneten Goldblechzylindern verzierten Schläfenanhänger (Marfovka, Verhe Jablocnoe) anbelangt, ist es bekannt, daß die Grundform von diesen mit einem sehr fein granulerten Dreieck- und Rhombusornament sowie mit einer in Dreieck- oder Pyramikenform herausbebildeten Randverzierung unter den Produkten der späthellenistischen Goldschmiedekunst bereits erscheint. 9 3 Seit wann die mit gerieften Zylindern erweiterte, strahlenförmige Randverzierung auf den Schläfenschmücken auftritt, dafür ist mit kein eindeutiger Beweis bekannt. 9 4 Auch das ist sehr fraglich, daß der charakteristische spätrömische Glasbecher des Fundes von Marfovka so lange Zeit unversehrt aufbewahrt im 7. Jh. in das Grab gelangt wäre! Die aus der Kombination der an den Diademen angewendeten Steineinlagen und der mehrreihigen Dreieckornamentik gebildeten Verzierungsweise ist an den Goldblechbeschlägen der Waffen, Pferdegeschirre und Trachtzubehöre, nur in wenigen Funden zu konstatieren. Insofern sehr selten die Granulation angewendet wurde, diente dies meistens zur Umrahmung der Steinfassung (z. B. Kalinin-Sowchos, Zdvizensk 9 5). Eine Ausnahme bilden die reich granulierten zwei Beschläge des Fundes von Kucugury (bei Aleski, Obl. Cherson), 9 6 diese können vom Gesichtspunkt der Technik und der Verzierung bis zu einen gewissen Grade als verwandte Stücke betrachtet werden. 11 0 Zaseckaja , I. P., Zolotye ... 52, Nr. 34. 9 1 de Ridder, A., Catalogue de la Collection de Clercq VI. 1. (Paris 1911); Coche de la Fer/e', E., Antiker Schmuck (Bern 1961). Taf. 1. 9 2 Apakid^e, A. M. und andere, Archeological Excavations at Armazis — Khevi near Makheta in 1937-1947. (Tiflis 1958) Farbtafel IV; Pfeiler, D., Römischer Goldschmuck des ersten und zweiten Jahrhunderts n.Chr.nach datierten Funden. Mainz 1970) 78f., Taf. 21. 9 3 vgl. Pfeiler-Eippitz, В., Späthellenistische Goldschmiedearbeiten. Antike Kunst 15(1972) 111, Taf. 34, 2-4. 9 4 Den gerillten Zylindern der Schläfenschmucke etwas ähnliche Goldzylinder kommen in Ungarn in einigen, hauptsächlich sarmatischen Funden vor. Vor allem kann der bis heute noch nicht in beruhigender Weise untersuchte und publizierte Fund von Tiszatarján erwähnt werden: Párducz, M., Az első pontus-germán emlékcsoport legkorábbi emlékei Magyarországon. — Die frühesten Funde der ersten pontisch-germanischen Denkmälergruppc in Ungarn. (Szeged 1935) 60f., Taf. II. 1. Gerillte Zylinder gehören zum Halsschmuck des Grabfundes von Rábapordány, die gepreßte, blattförmige Gehänge schmücken: Alföldi, A., a.a.O. Taf. X.; Im Zusammenhang damit wäre es gut die im Diademfund von Proletarskaja zum Vorschein gekommenen, gepreßten Blattverzierungen zu kennen, die Tihanova erwähnt. 9 5 Alföldi, A., a.a.O. Taf. XXV, 10-15; Zaseckaja, I. P., Zolotye ... 37ff., Nr. 4„ 6. 9 6 OAK za 1887 g.SPb.1888. Taf. CX; Zaseckaja, I. P., Zolotye. .. 62, Nr. 57-58, Taf. V.; Riemenzunge: ebd. 64, Nr. 63; die Goldschcibe einer Chalzedonschwertperle aus dem Kubangebiet (Ermitage, Leningrad, Inv. - Nr.: 2236(1) represäntiert ausgezeichnet den Diademgranulationsstil.