Folia archeologica 36.
Virágh Dénes: Római villa első ásatási térképünkön
DAS DIADEM VON CSORNA 129 (II. Nr. 53) und Theodosius II. (III. Nr. 56), so können wir die Unterschiede sehen. 7 1 Über das Gold von nicht ausgezeichneter Feinheit kann soviel erwähnt werden, daß es unter den hunnischen Funden auch solche gibt, die das Einschmelzen der Solidi und ihre direkte Aufarbeitung ohne Verringerung ihrer ursprünglichen Feinheit beweisen. Auch die aus dem breitesten Band der Schwertscheidenverzierung des hunnischen Fundes von Bátaszák 7 2 entnommene Probe (IV. Nr. 3). ist ein Beweis hierfür. Auf den Schwertbeschlägen befinden sich an den Einfassungen — dem Diadem von Csorna ähnlich — in Reihen geordnete Granate verschiedener Form (das breiteste Band: Abb. 9: 3) mit nicht als sorgfältigst ausgeführt geltende Arbeit. Die Goldscheibe mit Wirbelrosette der Schwertperle desselben Fundes (ein aus plangeschliffenen und mit Rädchen geschnittenen Granatplatten bestehendes Zellenwerk) ist das Produkt eines hochqualifizierten Goldschmiedes und stellt keine solche primitiv ausgeführte Arbeit eines „Hausgoldschmiedes" dar, wie die Schwertbeschläge. Die Goldscheibe wurde hingegen aus weniger feinem Gold hergestellt (V. Nr. 12). Die Feststellung von J. Werner, daß diese Diademe Schmuckgegenstände, Trachtzubehöre der vornehmen Damen waren, haben Tihanova und Cernjakov im Besitz eines viel größeren Fundmaterials untermauert. In Männergräbern wurden sie dem Anschein nach nur sekundär angewendet, wie es die zerschnittenen Bleche von Höckricht, 7 3 Dulceanca und Budapest beweisen. Die Fundumstände sind beim Großteil der Diademfunde — da sie Zufallsfunde sind — nicht authentisch, so wie darauf Tihanova und Cernjakov gelegentlich inweisen. So können betreffs der ursprünglichen Grabinventare nur wenige allgemeine Schlußfolgerungen gezogen werden (Abb. 10). Ob der Spiegel ein ständiger Begleitfund gewesen wäre, wissen wir nicht. Der Spiegel erscheint in der Begleitung von Diademen sowohl mit Granulationen (Nr. 11, 12) als auch ohne diese, mit einteiligen (Nr. 7, 20, 24) und dreiteiligen (Nr. 5) gleichfalls vor. Die Schläfengehänge und die Hauben- oder Halsschumckstücke sind mit Ausnahme des Grabfundes von Leninsk mit granulierten Diademen zusammen zum Vorschein gekommen (Nr. 3, 8, 9, 11, 24 und 25), während die Diademe ohne Granulation im Gebiet zwischen der Wolga und dem Ural (Nr. 5, 6) mit rundstabigen Ohrringen vergesellschaftet waren. Andere Begleitfunde: Halsring (Nr. 5, 9), Halsschmuck (Nr. 14, 15, 24), Ohrring mit Schmuckstein (Nr. 3, 15) Bernsteinperlen (Nr. 1, 7, 9, 14, 15), Spinnwirtel (Nr. 1, 5, 6, 15), Schnalle (Nr. 5, 11, 15, 20, 24, 25), Glasbecher (Nr. 3, 11), Tongefäß (Nr. 2, 22, 24), Fingerring (Nr. 24, 25), Armband (Nr. 24), Toilett-Besteck (Nr. 25), Eisenglöckchen (Nr. 17) und zuletzt eine Fibel (Nr. 9). Das Fehlen der Fibel war bisher für die Diademgräber besonders kennzeichnend. 7 4 Die charakteristischen goldenen 7 1 Für die Durchführung der Analyse spreche ich Prof. Bruno Vorsatz (Universität für Schwerindustrie, Miskolc) auch hier meinen Dank aus. 7 2 Körrig, I., Pogrebenie gunnskogo knjazja v Vengrii. — Ein hunnisches Fürstengrab in Ungarn. In: Drevnosti epohi velikogo pereselenija narodov V —VIII vekov. (Moskva 1982) 6ff., 245—246, Abb. 2—4. (Der Text eines Vortrages and der Konferenz zu Moskau 1978); A. G. und H. U. In: Severin ... 171f., Taf. 18—19. 7 3 Von dem Fund von Höckricht/Jendrzychowice hält Werner für annehmbar, daß er aus einer Frauenbestattung stammt. Vgl. a.a.O. 66. 7 4 Ebd. 66. 9 Folia Archaeologia XXXVI 1985.