Folia archeologica 36.
Virágh Dénes: Római villa első ásatási térképünkön
126 ILONA KOVRIG drei zeigen die gepreßte Umrahmung bzw. bei den Diademen von Verhne Pogromnoe und Berezovka auch die vertikalen Rippen ein Perlenreihenmuster an, während das Diadem von Antonovka von einem Geflechtmuster umrahmt ist. Mit Ausnahme des Exemplars von Sipovo, an dem die Mitte von einem Aufsatz aus zwei Raubvogelköpfen angedeutet wird, ist die Stirnpartie auf den übrigen Diademen mit größeren Steinen betont. Nr. 5, 6, 7 sind in der Gegend der Unteren Wolga und des Uralflusses, Nr. 17 viel westlicher, im Küstengebiet des Schwarzen Meeres zum Vorschein gekommen. Mit seinen dicht besetzten Steinen scheint es fast als Übergang zur 2b) Untergruppe zu sein. 2b) Die flachen Granate der Diademe sind — wie bereits erwähnt — von nicht vollkommen glatter Oberfläche, so wie die plangeschliffenen oder gespaltenen Einlagen der Cloissonné-Arbeiten. f3 Auf dem Aufsatz des dreiteiligen, in vier Reihen mit Granaten verzierten Diadem von Kerc (Nr. 10) wurden die Augen der Vogelköpfe und zwischen ihnen schematisiert dargestellte Tierstirn mit Grünen Glasfluß eingelegt. Die Mitte und die beiden Ränder des Stirnfeldes sind in vertikaler Richtung mit rechteckigen Steinen betont. Obwohl uns nicht in jedem Falle genügende Angaben zur Verfügung stehen, kann auf Grund der Exemplare von Kerc, Buhäieni und Höckricht angenommen werden, daß auch bei den Diademen von Dulceanca und Budapest die Mitte ebenfalls nicht mit mugeligen Steinen betont war. Auf dem Exemplar von Buhäieni (Nr. 19) findet sich eine dreireihige Steineinlage (eigentlich könnte sie auch für pseudovierreihig gehalten werden, da das gepreßte Halbkugelornament am oberen Rand und auf dem Seitneabschluß mit dem Verzierungsprinzip des Exemplares von Csorna eine Veiwandschaft zeigt). Das Fragment von Dulceanca (Nr. 21) dürfte ursprünglich fünfreihig gewesen sein, ebenso wie das zerschnittene Diadem von Höckricht/Jendrzychowice (Nr. 23). Aus den Budapester Blechstücken (Nr. 26) kann nicht auf die Zahl der Reihen geschlossen werden. Über das Diadem von Gheräseni (Nr. 20) liegen mir keine näheren Angaben vor. 6 4 Die Fundorte dieser Diademe bzw. Fragmente erstrecken sich mit Ausnahme des Exemplars von Kerc (bei Tihanova tauchte der Zweifel auf, ob es tatsächlich aus Kerc stamme? zit. Werk 126), von dem östlichen Ufergebiet des Pruth bis Südwestpolen. 2c) Diademe die mit den 2a und 2b Untergruppen eine enge Verbindung zeigen. Von diesen ist ein Exemplar innerhalb des Verbreitungsgebietes der 2b Untergruppe zum Vorschein gekommen: das Diadem von Csorna (Nr. 22); ein Exemplar von Tiligul I. (Nr. 16) wurde in der unmittelbaren Nähe des westlichsten Fundortes der 2a Untergruppe (Antonovka—Tiligul II.) gefunden. Das dritte (dreiteilige) Diadem mit Granat, Chalzedon und Topas verziert, ist in Kasachstan an dem Koktal'-Fluß bei dem Dorf Culak-Tau c 5 (Nr. 2) zum Vorschein gekommen und zwar voraussetzlich das Fragment der linken Seite des mittleren Gliedes. Nr. 2 und 16 sind mit gepreßtem Flechtmuster, Nr. 22 mit gepreßtem Perlenreihenmuster umrahmt bzw. gegliedert. An allen drei Exemplaren ist der Mittelteil mit größeren Steinen betont. M Vgl. Anm. 15. 8 1 Unveröffentlicht. Erwähnt bei: Dragomir, a.a.O. 185, Anm. 10; von Prof. I. Nestor habe ich 1969 die Information erhalten, daß es mit dem Exemplar von Buhäieni verglichen werden kann. 6 5 Kadyrbaev, M. K., Issledovanie kurganov s kamennymi grjadami v Dzambul'skoj oblasti. Vestnik AN Kazahskoj SSR (1959) Nr. 7. 91ff, Abb. 5.