Folia archeologica 36.

Virágh Dénes: Római villa első ásatási térképünkön

120 ILONA KOVRIG Der Kopfschmuck von Samsi (Kirgisien)''* 4 wurde nicht in die Karte eingetragen, weil er weder dem Typ, noch der Verzierungsart sowie dem Zeitalter nach in die von den vorangehenden vertrittene Diademgruppe nicht hineinpaßt. Das von M. Ch. Ross (Arts of the Migration Period in the Walters Art Gallery, Baltimore 1961. S. 32—33) als Fragment eines Diadems publizierte Goldblech mit Schmuckstein halte ich nicht für den Teil eines Diadems. Zaseckaja gruppierte die Diademe ihrer Form nach folgender weise: 1. geschlossenes, rechteckförmiges Band mit Aufsätzen; 2. den Enden zu sich verjüngernde Bändern; 3. pseudodreiteilige; 4. dreiteilige. 3 5 Ihrer Gruppierung kann ich nicht in allem beistimmen, da während die Gruppen 1 und 4 ihrer Form — besser gesagt: ihrer Aufbauweise — nach sich von den übrigen scharf absondern, stimmen die Diademe der Gruppe 3 mit der Gruppe 2 in der Form überein und weichen nur in der eine Dreiergliederung nachahmenden Verzierung von der letzterwähnten ab. Von der Krone von Kara-Agac, 3 6 dem mit Goldknöpfen vollgenähten Seidenband von Batyr 3 7 und dem kurzen Stirnband von Leninsk abgesehen, handelt es sich also um mit in Einzelfassung untergebrachten Schmucksteinen und in sieben oder acht Fällen mit Granulation verzierte Diademe, 3 8 die mit Aus­nahme eines einzigen Exemplars den Kopf nicht ganz umreicht haben. Fast 50 % der Diademe ist unversehrt oder nur soweit mangelhaft, daß bei ihnen auf die Maße geschlossen werden kann. 3 9 Ihre Länge wechselt zwischen 20—30 cm, mit Ausnahme eines einzigen Stückes. Zu den kürzesten gehören die mit vielen Aufsätzen und granulierten Dreiecken verzierten Exemplare (Staraja Igren', 40 Melitopol' 4 1 und Verhne Jablocnoe. 4 2 Es kann versucht werden, im Falle eines der am sorgfältigsten hergestellten, schön granulierten Exemplare, des ursprüng­lich dreiteiligen Diadems von Kanattas 4 3 aus dem Maßen und Proportionen des intakten, rechtseitigen Feldes — die Aufbauproportionen der Exemplare von Kerc 4 4 und Sipovo 4 5 von verwandter Konstruktion in Betrachtet genommen — annährend auf die Länge zu schließen. 3 4 Kofymberdiev, I. K., in: Istorija Kirgizkoj SSR. (Frunze 1968) Tom. I. 84f.; Ambroz, A. K., In: Pletnova , S. A ., Stepi Evrazii v epohu srednevekov'ja (Moskva 1981) 18, Abb. 210, 16., im weiteren: Stepi Evrazii .. . 3 5 Zaseckaja, I. P., a.a. O. ASGE 10 (1968) 39ff. 3 0 Kozyrev, A. A., Raskopki kurgana v urociëce Kara Agac Akmolinskogo uezda. IAK 16(SPb 1905) 27ff. ; Werner,]., a.a. 0.63., Taf. 31,2 3 7 Skalon, K. Л1., О kul'turnyh svjazjah Vostocnogo Prikaspija v pozdnesarmatskoe vrem­ja. ASGE 2 (1961) 121, Abb. 3 und 5—6. 3 8 Die Benennung dieser Kopfschmucke als Diadem wurde in der Literatur allgemein, obwohl dies der ursprünglichen Bedeutung des Begriffes nicht entspricht, wie es im Zusammen­hang mit ihnen E. P. Schramm (Herrschaftszeichen und Staatssymbolik, Bd. 1. Stuttgart 1954, 128 f.) und O. J. Maencben-Helfen (a.a. 0.213) erwähnen. 3 9 Tihanova —Cernjakov geben in den meisten Fallen die Maße an, ihre Korrektion war nur in einem Falle nötig. 4 0 Kovaleva, I. F., Pogrebenie u s. Staraja Igren'. SA 1962. Nr. 4. 233ff, Abb. 1. 4 1Pesanov , V. F., Melitopol'skaja diadema. KSIA 11 (Kijev 1961) 70ff., Abb. 1. 4 2 OAK 1902 (SPb 1903) 126f., Abb. 211; Werner, ]., a.a.o.63ff, mit Farbbild: Zaseckaja, I. P. Zolotye . . . 35, Nr. 1. Taf. VI. 4 3 Kadyrbaev, M. K., Pamjatniki rannih kocevnikov Central'nogo Kazahstana. Trudy IIAE, 7, Arheologija (Alma-Ata 1959) 193ff., Abb. 24. 4 4 Götze, А , Amt. Berichte aus den preuß. Kunstsammlungen 29 (1907—8) 62, Abb. 44; Aföldi, А., а. а. O. 59, 76, Taf. VII; Werner, ]., а. а. O. 62ff, Taf. 29,9. 4 3 Rekonstruktion: Zaseckaja, I. P., Polyhromnye. . . AS 10(1968) Abb. 5, 3.

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