Folia archeologica 35.

Korek József: Késő császárkori kút Kisvarsányról

68 ATTILA KISS 6. Jhs 2 8 auf Grund entfernterer Analogien. Die andere mögliche Datierung des Grabes kann an der recht abgetragenen Adlersschnalle 2" gründen. Die Datierung dieses Typs —Typ von Rusu 1959 Illb —wurde meines Wissens innerhalb des 6. Jhs nicht genauer bestimmt. 3 0 Auf Grund des Gesagten hat M. Nagy das Grab 77 von Hódmezővásárhely-Kishomok auf die erste Hälfte des 6. Jhs datiert. 3 1 Demnach, fassen wir das obige zusammen, so kann das Grab von Noslac (Marosnagylak) nicht genauer datiert werden, als auf die Aufenthaltszeit der Langobarden in Pannonién, also post quem auf 526. 3 2 Über die Datierung des Typs der „Schnalle des UngNatMus" kann — auf Grund des oben Gesagten zusammenfassend — folgendes gesagt werden: a) Die Entstehung des Gegenstandstyps läßt sich auf das mittlere Drittel oder auf das dritte Viertel des 5. Jhs datieren; b) die abgenützten Exemplare — vom UngNatMus und aus Noslac (Maros­nagylak) — weisen daraufhin, daß die Gegenstände lange getragen wurden; c) auf die Vergrabung der oft gebrauchten Schnallen dürfte es — auf Grund des Grabes von 121 Noslac (Marosnagylak) — dann die Reihe gekommen sein, also den Parallelen des im Grabe gefundenen Gelenkringes nach diese Gegen­standsform bereits in „Mode" war, also in der ersten Hälfte des 6. Jhs. 4) Bei der Datierung der erörterten Schnallen können — auf indirektem Wege vielleicht — auch die historischen Daten in Betracht genommen werden, falls wir das Risiko wagen, auch die Methode der „gemischten Argumentation" anzuwenden. Als Ausgangspunkt kann die Untersuchung der Frage dienen, in welcher von irgendeiner Bevölkerung des 5. oder des 5—6. Jhs bewohnten Gebieten die Gräber von Macvanska Mitrovica — Noslac (Marosnagylak) bzw. die als Form­vorläufer behandelten Schnallen vorgekommen sind: a) Die Gräber mit den Vorläufern der erörterten Schnallenform (Mező­kászony/Barabás und Tiszalök), die gleichzeitig auch große Blechfibeln bzw. Nomadenspiegel enthalten, wurden — der archäologischen Forschung nach -— in den vor 454 von Gepiden bewohnten Gebieten zutage gefördert. 3 3 Der Grab­fund von Kassa (Kosice) — Magnetitgrube (1912) gehört territorial in jene Grup­pe die zwischen den Sweben und den Gepiden der Oberen Theißgegend gelebt ha­ben. 3 4 Bezüglich dieser Gruppe bzw. dieses Gebietes stehen uns keine geschriebenen 2 8 Nagf, AI., a.a.O. Anm. 345. 2 9 Bona, /., Der Anbruch des Mittelalters. Die Gepiden und Langobarden im Karpatenbecken. Hereditas. (Budapest 1976) Abb. 14. 3 0 Kusu, AI., Pontischc Gürtelschnallen mit Adlerkopf (VI —VII. Jh. u. Z.). Dacia 3(1959) 512.; Vinski, Z., Adlerschnallenfunde in Jugoslawien. In: Liber Iosepho Kostrewski octogena­rio a venatoribus dicatus. (Wroclaw 1968) 314—325.; Bona, I., Der Anbruch . . . 50—51. 3 1 Nagy, Ai., Hódmezővásárhely törtenete az I—VI. században. In: Hódmezővásárhely tör­ténete (Die Geschichte von Hódmezővásárhely im 1—6. Jh. In: Die Geschichte von Hódmező­vásárhely). (Hódmezővásárhely 1984) 226., Abb. 15—16. 3 2 Dieselbe Datierung bekräftigen auch die bis zum Abschluß dieses Manuskripts im Juni 1983 bekannt gewordenen Daten: Nikitsch, Grab 1 (Beninger , Fi. —Alitscba-AIarbeim, H., Das langobardische Gräberfeld von Nikitsch. Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland 43, Wien 1970, 22. Taf. 2; 7, 2); Kranj/Krainburg Grab Grab 11/3. (Stare, V., Kranj, nekropole iz casa preselvahje ljudstev. Katalogi in monografije 18. Ljubljana 1980, 52, Taf. 10, 4). 3 3 Kovrig, I., a.a.O. 118.; Bóna, I., Acta Arch. Hung. 23(1971) 274—275. 3 4 Kiss, A., Alba Regia 19(1981) 178.

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