Folia archeologica 35.
Garam Éva : Későavar kori aranytárgyak a Magyar Nemzeti Múzeum Népvándorláskori Gyűjteményében
122 ALÁN KRALOVÁNSZKY Abb. 8. Das Kapitell von Stuhlweißenburg (a) und Feldebrő (b) 11. Jh. 8. ábra A székesfehérvári (a) és a feldebrői (b) XI. sz.-i oszlopfők nämlich im Osten die zentralen Kirchen kennengelernt, darunter den Haupkultort, die Heilige Grabeskirche von Jerusalem kennen. Dies mag geeignet sein die Wendung, die um das Zenit des Lebens von Stephan I. eintrat, kunsthistorisch zu veranschaulichen." Über die vorher erwähnten Gründe hinaus können wir diese gegensätzliche Meinung auch deshalb nicht akzeptieren, da es schon vor 1018, auch auf west- und südeuropäischem, kaukasischem, mährischem, tschechischem und polnischem Territorium zentrale Gebäude gab. Das weitere Schicksal des Gebäudes ist aus einem gewissen Geschitspunkt für die Funktions- und Zeitbestimmung wichtig. Im Verlaufe der Erschließung hat sich erwiesen, daß in das nordwestliche und südwestliche Ende des östlichen Chores der Kirche je zwei Ziegelgräber eingegraben waren. Das Errichten der Gräber konnte erst erfolgen, als die Mauern der Kirche nicht mehr standen, denn man drang in konstruktioneil so wichtige Gebäudeteile — Pfeiler, aufführende Wände — nicht ein, deren Abbruch unbedingt den Einsturz des Gebäudes zur Folge gehabt hätte. Die Ziegel der Gräber stammen aus der Zeit zwischen 13. und 15. Jh. (in den Gräbern waren weder Skelette noch Beigaben gefunden, sie wurden bei Anlegen moderner öffentlicher Werke vernichtet). Für die genauere Zeit des Abbruchs der Kirche sind die schriftlichen und sonstigen Angaben eine Stütze.