Folia archeologica 35.

Mesterházy Károly: Adatok az V-VI. századi gepida-thüring kapcsolatokhoz

104 ÉVA GARAM die runden Beschläge sind strahlenförmig, die kleinen Riemenzungen mit Tülle sind mit Ranken, die Schnalle und die Lochkranzbeschläge aus Bronzeblech. 21 Die große Riemenzunge des Grabes 199 von Tiszafüred ist ähnlich verziert, die großen rechteckförmigen Beschläge mit Greifen, ihre Schnalle verziert eine der Schnalle von Vrap ähnliche Ranke mit auseinanderfallenden Blättern. In Grab 902 desselben Gräberfeldes ist eine solche große Riemenzunge mit aus Blech gefertigter Schnalle und rechteckförmigen greifenverzierten Beschlägen zu finden, an deren Rückplatte ein Muster von Tab ohne Teilung zu sehen ist, ihre Vorder­platte hingegen eine Steineinlage imitiert. Die Gürtelzierden sind gegossen. Gleichfalls aus dem Gräberfeld von Tiszafüred, aus Grab 1075 stammt jene gegossene, bronzene Riemenzunge mit Tülle, deren Vorderplatte mit einer Greifform verziert ist und an der Rückplatte sich ein Muster von Tab befindet. Die kleinen Riemzungen des Grabes gehen in einen Wildeberkopf aus, 2 2 die Gürtelbeschläge sind von Greifen verziert. 2 3 Eine späte Variante der mit Perlenreihe geteilten Wellenlinienverzierung von Tab sehen wir an der mit Scharnier versehenen großen Riemenzunge des Grabes 11 von Dévaványa, deren unteren Rand Greife, den oberen hingegen das Muster von Tab verzieren. Die Beschläge des Grabes sind wappenförmig, mit Ranken, an ihren Rändern mit Zickzackmuster verziert, das uns aus dem greifen­verzierten Beschlag von Vrap bekannt ist. 2 4 Den Kreis der Schleife von Tab bilden den obigen Analogien nach nicht durchbrochene Riemenzungen mit Tülle, rechteckförmige, große, greifenver­zierte Beschläge und Schnallenkörper aus Blech. Unseren jetzigen Wissens nach sind dies das Grundmaterial der spätawarenzeitlichen, gegossenen Gürtelzierden die mittlere, chronologische Periode der Spätawarenzeit bildende Fundmaterial, d. h. die auf den größten Teil des 8. Jhs datierbaren Gürtelzierden, aus welchen, die früheren, aus Blech ausgeschnittenen Beschläge und die späteren graviert gepunzten Gürtelverzierungen gleicherweise fehlen. Auch die steife Schleife mit Ringanhänger ist nicht fremd in diesem Kreise. Gleichfalls in Tiszafüred haben wir in Grab 330 neben der greifenverzierten, großen Riemenzunge mit Tülle, den greifenverzierten Beschlägen und der Schnalle mit Ranke eine Schleife mit dem Exemplar von Tab ähnlicher Konstruktion gefunden. Dies hat einen kleinen, steifen Ringanhänger (im Gegensatz zu den mittelawarenzeitlichen Schleifen mit beweglichem Ringanhänger), ihre Deckplatte ist von Riemenzungenform, eine mit Ranken verzierte, gegossene Platte. In Grab 32 von Szentes—Nagyhegy ist eine solche Schleife mit Ringanhänger zum Vorschein gekommen, deren Deckplatte dem Exemplar von Tab ähnlich von umgekehrter Stellung ist und eine stark vergoldete Rankenverzierung zeigt. 2 5 Die in den Kreis der Schleife von Tab gehörenden Beschläge, Riemenzungen sind alle hervorragende Produkte des spätawarenzeitlichen Bronzegusses. Die goldene Schleife zeichnet sich aber mit ihrer minuziösen und meisterhaften 2 1 Kiss, A., a.a.O. Pl. XVII, 1—8. 2 2 Die Ausgrabung der Verfasserin, unpubliziert. 2 3 Garam, É., Arch.Ért. 108(1981) 11—12., Abb. 8. 2 4 Kovrig, I., The Dévaványa cemetery. In: Avar finds in the Hungarian National Museum. Cemeteries of the Avar period (567—829) in Hungary. 1. (Budapest 1975) 128., Fig. 4,23 2 5 Szentes-Nagyhegy, Grab 32. Móra-Ferenc-Museum von Szeged, Inv. Nr. N 53.54.151.

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