Folia archeologica 32.

Tibor Kemenczei: Az alsóberecki későbronzkori urnatemető

WAGENGRAB VON KÁLÓZ 121 beider Stiele fehlen. Das Lochmuster des Siebes bilden zwei waagerechte Reihen, sodann folgt eine schräg angebrachte, spitzigen Blättern ähnliche Lochreihe. Der untere Teil der Kelle und des Siebes sind nicht mehr vorhanden. Maße: Kelle: fragmentarische L mit Kelle: 22 cm, Dm: etwa 9,5 cm. Sieb, bloß der fragmen­tarische Stiel: 12,5 cm. Radnóti erwähnt die Exemplare von Kálóz, reiht sie aber wegen ihrer Fragmentiertheit nicht ein. 8 8 Die sehr kleinen und fein ausgearbeiteten Exem­plare können wir in die von ihm bestimmte erste Gruppe reihen, das Charak­teristikum dieser Gruppe ist der schmale Stiel, der halbkuglige Kellenkörper und das feinere, mannigfaltigere Siebmuster. Zur Mitte des 2. Jhs. geht die halb­kuglige Kellenform in die unten flache Variante von eckigem Profil über. 89 Die Stiele werden immer dicker, kürzer und breiter. 9 0 Die Rekonstruktion des Siebes von Kálóz können wir uns auf Grund eines Exemplars aus Äugst vorstel­len. 9 1 Das Kellen-Siebpaar ist derart klein, daß es eher zum Sieben von Flüßigkei­ten gedient haben dürfte, ihren Küchengebrauch, 9 2 das Herausheben vom Fleisch 9 3 können wir uns mit so einem Sieb nur schwer vorstellen. 12. Вгопфтре (Abb. 11,1 und Abb. 16). Inv.-Nr.: 25.1902.1. Große Voluten­lampe, mit langer Schauze, großem Loch zum Öleinguß und Docht. Die Wan­dung ist senkrecht, der eigens gegossene Standring fein gedrechselt. Der Griff fehlt, am Körper der Lampe ist hinten eine große Lötspur, hier dürfte sich der ring-, vielleicht blatt- oder halbmondförmige Griff angeschlossen haben. L: 18,7 cm, Br: 9,7 cm, H: 5 cm, Dm des Ölloches: 4 cm. Die Form dieser außerordentlich großen Bronzelampe vergleicht Iványi mit dem Bronzelampentyp Nr. XIX von Loeschke aus dem 1. Jh. 9 4 Große, gegossene Lampen mit eckiger Schnauze 9 5 sind uns aus einem Milieu des 1. Jhs. bekannt. 9 6 13. Rron^elampengriff mit 1Лwen köpf (Abb. 14,1). Inv.-Nr.: 25.1902.7. Sich über den Körper einer großen Bronzelampe biegender Griff, der Kopf einer fletschenden Löwin reicht aus einem vierblättrigen Kelch hervor. Das obere Blatt des Kelches ist größer, die anderen drei Blätter sind kleiner. Der Stengel, aus dem der Kelch hervorwächst ist unten halbbogenförmig, oben mit 5 konka­ven Kannelüren gegliedert. Im Mund der Löwin ein Bronzering mit aufeinan­dergedrehten Enden. Das Bronzematerial des Griffes ist viel schlechter als das der Lampe Nr. 12. Auch schon deshalb ist es wahrscheinlich, daß der Griff nicht 8 8 Radnóti, A., Bronzegefäße. . . 78, Anm. 74. 8 9 Ebd. 75—, 9 0 Ebd. 77—78.; Werner, /., a.a.O. 263, Nr. 12. 9 1 Laur-Be/art, L., Römerhaus und Museum Äugst, Jahresber. 1964. 23., Abb. 6. 9 2 Radnóti, A., Ein römisches Urnengrab in Halbturn (Burgenland). In: Festscht. f. А. A. Barb. Wiss. Arbeiten a. d. Burgenland 35. (Eisenstadt 1966) 209—210., Anm. 39. 9 3 Nuber, H. 17., a.a.O. 180., Anm. 1085. 9 1 Iványi, D., Die pannonischen Lampen. DissPann II: 2. (Budapest 1935) 23., 298., Typ. XXXI., Taf. LIX, 6. 9 5 Menzel, H., Antike Lampen im Römisch-Germanischen Zentralmuseums zu Mainz. RGZM Kat. 15. (Mainz 1969) 106., Abb. 89. 9 6 Farka, Ch., Die römischen Lampen von Magdalensberg. (Wien 1977) 97., Taf. 26 und 58.

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