Folia archeologica 32.
Tibor Kemenczei: Az alsóberecki későbronzkori urnatemető
118 É. В. B ÓNIS Die kleine Kanne und die entsprechend kleine Griffschale sind bescheidenere Exemplare des Service Typ G (Canterbury) von Nuber, jedoch vertreten sie jedenfalls die auch in den pannonischen Wagengräbern systematisch vorkommende Garnitur. 8 8 8. Fragmente einer Bronzeschüssel. In den Fragmenten von zwei omegaförmigen Henkeln sind auf dem einen in der Mitte drei scharf profilierte Ringglieder (Abb. 14,4a —b). Inv.-Nr.: 25.1902.61-62 und der gogossene Boden der großen Schüssel. Inv.-Nr.: 25.1902.53. Das Stück kann mit großer Wahrscheinlichkeit identifiziert werden. 6 9 Nach Beschreibung des Inventarbuches war der Boden mit erhabenen konzentrischen Kreisen verziert (Abb. 15,3a —b) . Dm: 9,5 cm. Letzteres Maß entspricht dem Bodenmaß solcher großer Schüsseln. Das Maß der Henkel: Br: etwa 8 cm. Die omegaförmigen Henkel gehörten zu einer großen kugelabschnittförmigen Bronzeschüssel. Diese Schüsseln waren nach der Beschreibung von Radnóti sorgfältig gedrechselt und der Standring wurde eigens angelötet. 7 0 Die Mitte der omegaförmigen Griffe ist ringartig gegliedert, ihre Ränder gehen in stilisierte Tierköpfe aus. Die Schüsselform von hellenistischer Herkunft wird in Süd-Italien 7 1 von Augustus an erzeugt. In der Verbreitung der Schüsseln spielten Aquileia und Pannonién eine vermittelnde Rolle. 7 2 Solche pannonische Schüsseln wurden mit einem weiteren Exemplar bereichert. Im unlängst zum Vorschein gekommenen Fudkomplex findet sich auch eine Kasserolle mit der Meistermarke L. Ansius Diodorus, 7 3 dessen Tätigkeit auf die nachflavischen Zeiten fällt. 71 Der Henkel von einer solchen Schüssel ist uns aus den Tumuli von Mezöszilas und Alsótöbörzsök bekannt. 7 5 9. Blechkanne aus Bronze, mit gegossenem Henkel (Abb. 13). Inv.-Nr.: 25.1902.3. Der Körper der Blechkanne verbreitert sich gleichmäßig nach unten und besitzt keinen abgesonderten Bodenteil. Der eigens gegossene Mündungsrand hat einen eckigen Ausguß, der bereits abhanden gekommene kleine Deckel war mit einem Eisenniet der Gelenkkonstruktion angefestigt. Der untere Teil des mit dem Mündungsrand in einem Stück gegossenen Henkels ist abgebrochen, die Fingerstütze und der obere Teil des Henkels ist mit eingeritzten Mustern verziert. Das Stück befindet sich in einem sehr schlechten Erhaltungszustand. H: 26,5 cm, Mdm: 5x7 cm, Bdm: 15,5 cm, größte Br: 21,5 cm. Der Gebrauch der aus Bronzeblech gefertigten Kannen läßt sich durch die ganze Kaiserzeit verfolgen. Sie dürften im Alltagsleben, wahrscheinlich als 6 8 Nuber, H. U., a.a.O. 60—61., 202: III. b. 7.; 204: VI. e. 5.; 217: Nr. 130. " 9 Vermutlich wurde es wieder inventarisiert unter der Nr. 54.34.67. 7 U Radnóti, A., Bronzegefäße. . . 127—128., Taf. XXXVIII, 1. 7 1 Den Boesterd, M. H. P., a.a.O. 172—173., Pl. VIII. 172.; Tassinari, S., a.a.O. 52., PI. XXV, 110. 7 2 Aus dem Grab von Zohor: Kraskovská, L., Roman bronze. . . Pl. XV, 3. 7 3 Die Publikation von László Horváth ist im Druck. Fundort: Szőlősgyörök. Ausgestellt in Székesfehérvár 1980. S.: Cserményi, V., Római kori művészet Pannóniában. (Székesfehérvár 1980) Kat. Nr. 81. 7 1 Radnóti, A., Bronzegefäße. . . 56., 61. 7 5 Kiss, A., a.a.O. 49., Taf. VI, 4.