Folia archeologica 32.
Tibor Kemenczei: Az alsóberecki későbronzkori urnatemető
114 É. В. B ÓNIS stellt fest, daß auch der Krug von Kálóz wahrscheinlich in Gallien mit dem Exemplar von Martigny gemeinsam in ein und derselben Werkstätte im 2. Jh. hergestellt worden ist. 5 1 Auf die gallische Herstellung des gegliederten Krugtyps verweist auch seine Verbreitung, in der Zusammenstellung von Tassinari"' 2 tritt von den Fundorten Gallien mit hoher Zahl, mit 24 Exemplaren hervor. Die gegliederten Krüge mit reliefgeschmücktem Henkel hat man auch noch im 3. Jh. gebraucht, 5 3 seine abgenützten Exemplare tauchen auch in spätgermanischen Komplexen auf. 5 4 6. Broti^ekanne, mit enger Mündung und Ausguß (Abb. 11,2; und Abb. 12). Inv.-Nr.: 25.1902.5—6. Die in zwei Stücken getrennt inventarisierte kleine Kanne ist dünnwandig, fein ausgearbeitet. Bei der Zusammenfügung, die bei der Schulter war, sind die Drechslerspuren, die nur für die entwichkeltsten Werkstätten charakteristisch waren, gut zu sehen. 5 5 An der Schulter der sehr fein ausgearbeiteten kleinen Kanne befindet sich über der Zusammenfügung eine leicht erhabene, gedrechselte Leiste. Der eigens gegossene Henkel der Kanne ist nicht in das Museum gelangt. An beiden Seiten der fein geschweiften Ausgußmündung hat sich auf den flach ausgeführten Rand einst ein Tier sein Unterbein ausgestreckt. Der eigens ausgebildete, glockenförmige, hohe Boden wurde mit einem Zierniet an die Kanne befestigt. Der obere Teil der Kanne ist besonders gut erhalten und von intakter Oberfläche. Die Gesamthöhe beträgt: 17 cm, die H des oberen Teiles: 7,8 cm, die des unteren Teiles: 9,2 cm, Mdm: 3x4,8 cm, Bdm: 4,5 cm. Dm bei der Zusammenfügung: 9 cm. Das Stück von Kálóz erwähnt Radnóti in der Gruppe der einmündigen Kannen, zwischen den Fragmenten. 5 6 Vom 1. bis zum 3 Jh. ist dieser Kannentyp in Pannonién beliebt, Radnóti erörtert die frühesten Typen: die Kanne von Kálóz steht dem von ihm vorgeführten Exemplar von Keszthely-Üjmajor 5 7 am nächsten, hierfür spricht auch 5 1 Ebd. 162. Im Bezug auf den Krug von Martigny erwähnt er, daß die beiden analogen Krüge später in den Fundkomplex auf das 3. Jh. datiert, gekommen sind. Das Grab von Kálóz — wie wir es in den folgenden erörtert werden — erreicht das 3. Jh. nicht; der Veröffentlicher das Grabfundes von Martigny datiert es auch auf die Mitte des 2. Jhs.: Gosse, H. ]., Trésor de la Deleyse à Martigny (Valais). Anz. Schw. Altertumsk. 9(1876) 649—650. — Bei einer späteren Behandlung dieses Fundes limitiert W. Deonna den Fund auch genau bis zum Anfang des 3. Jhs. Als Parallele des Belchkruges des Fundes von Martigny erwähnt er einen anderen Fund aus Landecy, zu welchem ein Münzensemble aus dem 3. Jh. gehörte, dies bestimmt jedoch den authentischen Fund von Martigny, der Aucissa-Fibeln enthält, für nicht so spät Deonna, B 7., Quelquses monuments antiques du Musée de Genève. Genava 11(1933) 51—60. 6 2 Tassinari, S., La vaiselle de bronzes romaine et provinciale au Musée des Antiquités Nationales. 21 e suppl. à Gallia (Paris 1975) 66—., Pl. XXXIII. 171. 6 3 Den Boesterd, M. H. P., The bronze vessels in the Rijksmuseum G. M. Kam at Nijmegen. (Nijmegen 1956) 77—78., Pl. XII. 276. 5 4 Werner, ]., Die römischen Bronzegeschirrdepots des 3. Jh. und die mitteldeutsche Skelettgräbergruppe. Marburger Studien. (Darmstadt 1938) 263., Taf. 111. 5a—b., Taf. 113. 3a—b. 5 5 Mutz, A., Die Kunst des Metalldrehens bei den Römern. (Basel —Stuttgart 1972) 155., Nr. 445. 5 6 Radnóti, A., Bronzegefäße. . . 141. 5 7 Ebd. 141—142. — S. ebd. die Behandlung der Exemplare von Újmajor (Taf. XLVII. 1.) Vajta (Taf. XLVII. 2.) Dunapentele (Taf. XLVIII. 1.) usw.