Folia archeologica 32.
Tibor Kemenczei: Az alsóberecki későbronzkori urnatemető
WAGENGRAB VON KÁLÓZ 109 zweiten großen Glaswerkstätte von Aquileia zu erkennen. 3 7 Obwohl bisher für die Buchstaben des Glases von Kálóz keine Auflösung gefunden wurde, können wir auf Grund der Parallele von Traismauer daran denken, daß dieses eigenartige Gefäß gleichfalls in Aquileia hergestellt worden ist. Die Farbe des Glases ist fast gänzlich mit der des im Grabe gefundenen anderen Glasgefäßes, der eckigen Urne (Nr. 3) gleich. Diese eckigen Urnen erscheinen am meisten im Ausstrahlungsgebiet Norditaliens. 2. Erhabener unterer Teil eines Glasgefaßes. Inv.-Nr. : 25.1902.56. Abhanden gekommen. Die Zeichnung ist im Inventarbuch des Nationalmuseums aus dem Jahre 1902 aufbewahrt (Abb. 7,56). Am unteren Teil des viereckigen Kruges sind neben einer Rosette in den Ecken die Buchstaben О und F erhalten geblieben. 3 8 Unter den Inv.-Nr.: 25.1902.57—59. erwähnt das Inventarbuch noch „mitgepreßter Verzierung versehene Glasfragmente" . Unter der Inv.-Nr.: 25. 1902.60 hingegen den runden unteren Teil eines Glasgefäßes von 4,2 cm Durchmesser. 3. Glasurne , prismenförmig 31 1 (Abb. 8). Inv.-Nr.: 25.1902. 51. Die weite Mündung hat einen dicken, sich ungleichmäßig nach außen faltenden Rand. Der dickwandige Körper verengt sich leicht nach unten. Auf dem konkaven Boden erhabene, konzentrische Kreise, im innersten Kreis locker gezeichnete, erhabenen ovale Verzierungen (Buchstaben?). Bläulichgrün, durchscheinend. H: 23,6 cm, Mdm: 18,5 cm, Bdm: 14,4 cm. Dm. in Halbhöhe: 16 cm. Die Urnen von solchem Charakter 4 0 sind fast immer bei Brandbestattungen gebräuchlich, in einzelnen von ihnen wurden auch noch die kalzinierten Knochen gefunden. 4 1 Den Weg der wahrscheinlich aus Aquileia stammenden 4 2 prismenoder würfelförmigen Glasurnen können wir fast der ganzen Bernsteinstraße entlang begleiten. 4 3 3 7 Calvi , M. C., a.a.O. 13. ; Panciera , S., Vita economica di Aqulieia in età romana. (Aquileia 1957) 41—42.; Isings, C., Touch glasses: some remarks on Roman military glass. In: Archéologie en historic. Opgedragen aan H. Brunsting. (Bussum 1973) 352.; Ein Gefäß des bekanntesten Glasmachers aus Aquileia mit dem Stempel S S FAV [ = Sentia Sectmda Facit Aq(uiteia) Vitr(a)] wurde in Linz gefunden: Calvi, M. C., a.a.O. 82.; Polaschek, E., Noricum. RE XVII. (Stuttgart 1936) 1040.; Fremersdorf, F., Rheinischer Export nach dem Donauraum. LA I. DissPann II: 10. (Budapest 1938) 170. Anm. 13. 3 8 Ein prismatischer Glaskrug, am Boden mit einer erhabenen Rosette verziert, wird aus einem Gräberfeld von späten 1. Jh. bis zur Mitte des 2. Jhs. in Kroatien publiziert: Petru, P. —Valic, A., Zweiter vorläufiger Bericht über die Grabungen in Bobovk bei Kranj. Arh. Vestnik 9—10(1958—59) 136. Grab 4. Gefäß Nr. 6. Taf. VIII. 3. 3 9 Benkő, A., a.a.O. 176. 1 0 Isings, C., Roman... 81—. Typ. 62.; Abramil, A. —Colnasp, A., Untersuchungen in Norddalmàtien. JÖAI 12(1909) Beibl. 76—., Abb. 34.; Petru, S„ a.a.O. 172., Taf. III. 9—10 (mit Stempel 1); Petru, P., Rimski grobovi iz Dobove, Ribnice in Petrusnje vasi. — Römische Gräber aus Dobova, Ribnica und Petrusnja vas. Razprave diss. 6. (Ljubljana 1969) 23., Taf. XVII/1. 4 1 Morin-Jean, a.a.O. 60., Fig. 39.; Póc%y, К., Découvertes archéologiques récentes de verres en Hongrie. Bull. Ass. Internat. Hist. Verre 5(1967—70) 140—., Fig. 121. 4 2 Calvi, M. C., a.a.O. 88. Tav. I. „Olla" Gruppo B. 4 3 Emona: Plesnilar-Gec, JL., Severno emonsko grobisce. — The northern necropolis of Emona. (Ljubljana 1972) 237. Taf. CXLIV. Grab 628.; Poetovio: Benkő, A., a.a.O. 176— 77. Taf. XL. 2—3., Taf. XLI. 1.; Scarbantia: Póc^y, K., a.a.O.