Folia archeologica 32.
Tibor Kemenczei: Az alsóberecki későbronzkori urnatemető
100 É. В. BÓNIS Die Pferde wurden mit Eisenlanzen erstochen. István Pál hat den Fund dem Museum von Székesfehérvár geschenkt, der dann von Arnold Marosi publiziert wurde. 1 1 Von der Stelle des 1902 zum Vorschein gekommenen Grabes 1 hat anläßlich der Kontrollausgrabung im Jahre 1961 István Bona mit István Pál konsultiert und den Tatbestand folgenderweise dargelegt: 1 2 „Nach den Erinnerungen des István Pál aus seiner Kinderzeit kam es aus dem im SO unmittelbar benachbarten Grundstück, in einer Linie mit Grab 2 (aus dem Jahre 1927) zum Vorschein". Wie wir weiter unten sehen werden, hat sich István Pál wohl erinnert, Grab 1 wurde tatsächlich auf dem benachbarten Grundstück gefunden. Darüber schreibt Bona noch folgendes: 1 3 „MNM 25. 1902.1—63. Ankauf vom Antiquitätenhändler László Weiss, also leider kein Erwerbnis von László Eber, wie dies A. Marosi schreibt (Arch. Ért. 48, 1935, 213). Éber konnte anläßlich seiner nachträglichen Lokalbesichtigung nur die Gegenstände unter Inv.-Nr.25. 1902. 53—63 ankaufen. Der nähere Fundort ist im Inventarbuch nicht angeführt." Zwischen den Akten der Generaldirektion des Ungarischen Nationalmuseums liegt unter Nr. 158/1902 der Bericht von László Éber und seine an Ort und Stelle gefertigte Skizze (Abb. 1) mit dem folgenden Text vor: „Hochgeborener Herr Direktor. Am 15. 1. M. wurde aus Kálóz (Kom. Fejér) ein reicher, römischer Grabfund in das Ungarische Nationalmuseum eingeliefert. Am 21. Februar haben wir die Telegrammnachricht erhalten, daß die Ausgrabung fortgesetzt wird bzw. es wurden noch die eventuellen übrigen Reste des Fundes gesucht. Ich wurde entsandt, um bei der Forschung anwesend zu sein, die Ausgrabung zu führen und die noch rettbaren Gegenstände in das Museum einzuliefern. Die Forschung, wie dies auch der von mir gefertigte Situationsplan beweist, wurde vom Umstand erschwert, daß das Grab sich teilweise unter einer Hausmauer gezogen hat. Man konnte nur mit größter Vorsicht arbeiten. Es stellte sich bald heraus, daß im Grab der mit Recht erwartete reiche Inhalt nicht mehr vorhanden ist. Außer den in das Museum galengten Gegenständen wurden nur das kleine Fragment eines Goldgegenstandes, viele Bronze- und Glasfragmente (bei den letzteren mit Verzierungen und Buchstaben versehene Stücke), gleichfalls Eisennägel gefunden und in das Nationalmuseum gebracht. Das Grab mit seinem ursprünglich reichen Inhalt dürfte man noch in älteren Zeiten ausgeplündert haben. 1902." Éber hat an seiner Skizze den Fundort auf das Grundstück unter Pz. 302 der „Fogadó utca" eingezeichnet. Die vergrößerte Hausgrundrißzeichnung, an der rechten Seite seiner Skizze gibt die Grabgrube mit etwas abgerundeter Ecke und die im großen und ganzen richtige nördliche Orientierung an. Vergleichen wir diese Zeichnung mit der Vermessung von Bona 1 4 (Abb. 4), so entspricht die Orientierung des Grabes 1 aus dem Jahre 1902 dem Wagengrab 3 von Kálóz des Jahres 1930. Die an der Zeichnung von László Éber angegenbene alte Straße Fogadó utca ist mit dem heutigen Országút (Abb. 2) identisch. 1 5 Vergleichen wir 1 1 Marosi, A., SzSz 1(1931): 7—9. 6—.; Ders., Arch. Ért. 48(1935) 213—216. 1 2 Bona, I., Alba Regia 16(1978) 270. « Ebd. Anm. 21. 1 4 Ebd. 271., Abb. 1. 1 5 Ich sage Herrn Pfaffer Zoltán Szilárdfy für seine iNlühewaltung und liebenswürdige Mitteilung auch hier Dank.