Folia archeologica 31.

Endre Tóth: A Magyar Nemzeti Múzeum feliratos fémtárgyai

INSTRUMENTA DOMESTICA 153 der Querarme. Ein Ende des Bügels ist, sich in zwei teilend, auf einer breiten Fläche dem Querarm angepaßt. Der Bügel ist im Querschnitt sechseckig. Seine Oberseite ist durch eine aus Dreiecken bestehende Reihe in Niello ver­ziert, die sich auch auf den Fuß herunterzieht. Auf beiden Enden des Fußes ist eine schraffierte Verzierung zu sehen. Mit Sicherheitskonstruktion ver­sehender Nadelhalter ohne Nadel (Abb. 14). Diese beiden Fibeln gehören zum Typ I В von Keller, der Gruppe IIA (Gruppe Laéi) von H.J.H. van Buchem entspricht. Bei beiden Stücken ist auf dem Bügelende beim Querarm der Aufsatz klar sichtbar, welcher die beiden Fibeln in Kellers Gruppe I В einreihen läßt. Es muß bemerkt werden, daß die Köpfchen vom Stück Nr. 4.1934.11 den mit Draht umfaßten Köpfchen der Fibel von Nicolaevo entsprechen. Die Bedeutung dieser Fibeln liegt in ihrer ein genaues ante quem sichernden Datierung. Die Objekte wurden vor 260 ver­fertigt, und diese Datierung weicht sowohl von jener van Buchems (280 — 320), wie auch Kellers (290 — 320) bedeutend ab. Diese beiden Fibeln beweisen, daß das Kriterium, welches sie von Kellers Gruppe I A, bzw. van Buchems Gruppe II (Gruppe von Nicolaevo) unterscheidet, nämlich der Aufsatz auf dem Bügelende, nicht zeitbestimmend ist. Möglicherweise werden in den Merkmalen verschiedene Werkstätten widerspiegelt. Zur Datierung kann folgendes bemerkt werden. Die ersten Stücke der Gruppe stammen, van Buchems Datierung entsprechend, aus den 240-er Jahren. Die früheste ist die mit dem terminus ante quem 244 — 249 datierte Fibel von Nicolaevo, die beiden, mit dem ante quem 259/260 datierten Silberfibeln stammen aus Szalacska, die Fibel von Grab 2 aus Leuna (268 — 273), die nach der Herrschaft des Tetricus vergraben wurde. Mehrere Exemplare des Typs sind vom Ende des 3. bzw. vom Anfang des 4. Jhs. an auch aus Gräbern be­kannt. 3 4 Die Fibel des Schatzes von Petrijanec (Kroatien, Jugoslawien) wird durch die ebenda gefundenen Münzen mit einem terminus ante quem auf die Zeit von Diokletian datiert. 3 5 Die Mode der größtenteils aus Silber verfertigten Fibel, die zur ersten Gruppe gereiht werden können, scheint um das Ende der Tetrarchenzeit aufgehört zu haben. II. 2jir Gruppe VI von H.J.H. van Buchem ( Typ Apahida ) Die Römische Sammlung des UNM verwahrt unter der Inventarnr. 10.1951.227. einen langen, trapezförmigen Gegenstand aus Bronze, dessen Oberfläche durch eine Silbereinlegearbeit in Zickzacklinie verziert ist. Auf dem Gegenstand ist der Länge nach ein langgestieltes Kreuz zu sehen. Die Länge des Stückes ist 71 mm, die Breite an den beiden Enden 14, bzw. 8 mm. Die Bronzeplatte verjüngt sich am breiteren Ende und setzt sich als umgeschla­gener Fuß fort. Das Ende des umgeschlagenen Fortsatzes und der Fortsatz am schmaleren Ende der Bronzeplatte biegen sich springfederförmig. Auf dem 3 1 Keller, E., a.a.O. 33. 3 5 H.J.H. van Buchem datiert die Fibel aufgrund der zum Fund gehörenden Münzen um 283. Zum Fund s.: Noll, R., Vom Altertum zum Mittelalter. Katalog der Antikensammlung. I. Kunsthist Mus. (Wien 1974) 62-.

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