Folia archeologica 31.

Endre Tóth: A Magyar Nemzeti Múzeum feliratos fémtárgyai

146 E. TÓTH 36. Rundfibel aus Bronze Flache, runde Fibel aus Bronze mit aus der Grundfläche hervortretenden Buchstaben im Inneren, der übrige Teil ist mit perlmutterartigem Email ausgefüllt (Abb. 10). Devise: ESC / IPE Inv.Nr. 19.1895.30. Dm.: 21 mm, St.: 1,5 mm. Fundort: Brigetio Datierung: 3. Jh. u.Z. — die Datierung wird durch das vulgärlateinische Wort nahegelegt. Unpubliziert. Die Inschrift ist die vulgäre Variante der Wörter accipe ~ excipe, die auf Ringen und Gefäßen häufig vorkommt. 2 0 Anhang 1. Zur Datierung der Zwübelkopffibeln Die frühe Gruppe der Zwiebelkopffibel wurde von Erwin Keller zwischen 280/290 und 320 datiert (Typ A A-B). Nach dem Verfasser sind die Charak­teristika der Fibel folgende: „Die Knöpfe sind rundlich bis eiförmig und in der Regel langer als breit : Fazettierung ist selten. Der Fuß ist stets kürzer als der Bügel. Der gleichbreite Fuß trägt ausschließlich lineare Muster". 2 1 Die Datierung des Typs hat E. Keller durch 9 münzdatierte Zwiebelkopffibeln unterstützt, die in Gräbern gefunden worden sind. Diese Münzen wurden in einer verhältnis­mäßig kurzen Periode, zwischen 286 und 313 geprägt. 2 2 Kellers Typ I A und В entspricht den Gruppen II 2 3 (Gruppe Nicolaevo) und III 2 4 (Gruppe Laci) von H.J.H. van Büchern. Van Buchem hat Gruppe II mit zwei Hortfunden datiert: mit der Fibel aus dem Schatz von Nicolaevo 2 5 zu dem auch ein aus 933 Stücken bestehender, mit Philippus Arabs schließender Münzfund gehörte, und mit dem Grabfund von Leuna, Freies Germanien, in dem es eine Tetricus­Münze gab. 2 6 E. Keller hat bei der Datierung lediglich münzdatierte Grabfunde benützt. Obwohl die Zusammensetzung der Hortfunde zweifellos anderen Gesetzen anterliegt, als jene der Grabbeigaben, und es auch feststeht, daß der Datie­tungswert der Münzen je nach den verschiedenen Fundgruppen, so bei den Hort-, Grab- und Siedlungsfundcn, variiert, 2 7 muß es doch zugegeben werden, 2 0 Oxé, A., Der spätrömische Spruchbecher von Weinsheim und seine Paralellen. Germania 16(1932) 126.; Henkel, F., a.a.O. Nr. 1296., 1638. 2 1 Keller, E., a.a.O. 32-33. 2 2 Ebenda, 33. 2 3 Buchem, H.J.H. van, De gouden ... 63 — .; Ders., Bemerkungen .. . 144— 145. 2 4 Ders., De gouden ... 69 — . 2 5 Filow, В., Le trésor romain de Nicolaovo. Bull. Soc.Arch.Bulg. 4(1914) Taf. IV, 1. 2 6 Schulz, W., Leuna. Ein germanischer Bestattungsplatz der spätrömischen Kaiserzeit. (Berlin 1953) 13., Taf. II, 1. 2 7 Keller, E., a.a.O. 32.

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