Folia archeologica 31.

Endre Tóth: A Magyar Nemzeti Múzeum feliratos fémtárgyai

142 E. TÓTH von Aquincum (Budaújlak), gerunden im vorigen Jh., steht gleichfalls die strahlenförmige, auf der anderen die Rankenverzierung. (Inv.Nr. 103. 1864. 11.10.) (Abb. 15d). Die Bearbeiterin des hervorragenden Grabfundes, Alice Sz. Burger, hat die Grabbeigaben, zu welcher auch 39 Münzen gehören, auf die Tetrarchenzeit, bzw. auf die ersten Jahrzehnte des 4. Jhs. datiert. Die dritte zum vorliegenden Typ gehörende Silberfibel (Kellers Typ I B) befand sich in Grab Nr. 1 einer der spätrömischen Gräbergruppen von Brigetio (Inv.Nr. 58.12.35). Auch bei dieser Fibel können wir annehmen daß sie in den ersten Jahrzehnten des 4. Jhs. ins Grab gelegt wurde. 1 7 Sie ist aber nur auf der einen seite mit Rankendekor verziert, auf der zweiten aber mit dem auch auf anderen Typen „laufenden Hund" (Abb. 15c ). Die Datierung dieser Fibeln stimmt mit der modifizierten Datierung von E. Keller und van Buchen (s. Anh.) überein. Es muß auch bemerkt werden, daß diese Silberfibeln auch aus Bronze nach­geahmt wurden: s. Nr. 32. Aufgrund des verhältnismäßig häufigen Vorkommens der drei tauschier­ten Silberfibeln mit strahlenförmiger bzw. Rankenverzierung ist es wahr­scheinlich, daß die diesen Typ herstellende Werkstätte in Pannonién, vielleicht in Südpannonien tätig war. Wir kennen eine Halbfertigware aus Bronze von Brigetio 1 8 (Ung. Nat. Mus. Inv.Nr. 61.13.136). 32. Z, wi ebelkopffibel aus Bronze Auf der Oberseite des Bügels reihen sich dreieckige Kerbschnitte und hören beim Fuß auf. Das Fußende des Bügels ist mit einem Draht umwickelt. Auf der einen Seite des Bügels ist eine gravierte Inschrift, auf der anderen eine gravierte Verzierung zu sehen. Letztere besteht aus drei Ranken, durch eine vertikale Perlenschnur voneinander abgetrennt (Abb. 13b). Der Nadel fehlt (Abb. 8-9). Das Stück gehört zu Typ I В von Keller. Devise: VTERE FELIX. Die gravierten Fußtypen folgen augenscheinlich dem Buchstabentyp der Fibel Nr. 31. Inv.Nr. 128-1907.2. L.: 79 mm, Br. 83 mm. Fundort: Bátaszék (Kom. Tolna) Literatur: I. Kovrig, DissPann II.4. 26, 94. T. XXXVII, 6; E. Patek, Diss­Pann 11,19. 72, Anm. 147, 8; R. Noll, Römerzeitliche Fibelinschriften. Ger­mania 30 (1952) 398. Datierung: die Fibel gehört zu Typ I A von E. Keller und ist eine Nachah­mung der Silberfibel Nr. 31. Innerhalb der Gruppe vertritt sie eine entwickelte Variante und kann auf die Tetrarchenzeit bzw. auf die ersten Jahrzehnten des 4. Jhs. datiert werden. 33. Zwiebelkopjjibel aus Silber Der Querarm ist im Querschnitt sechseckig. Der linke Zwiebelkopf und der Nagelhalter sind beschädigt. Der Bügel ist verziert. Die Verzierung und die Inschrift wurden mit roher Graviertechnik verfertigt. Die Obenweite des " Barkóczi, L., ActaAnt 13(1965) 215., 219. 1 8 Vgl. Keller, E., a.a.O. 26., Abb. 10.; Zur Silberschmiedekunst von Sirmium: Baratte, F., Les atteliers d'argenterie aus Bas-Empire. JS 1975. 193 — .

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