Folia archeologica 31.

Endre Tóth: A Magyar Nemzeti Múzeum feliratos fémtárgyai

140 E. TÓTH 30. Silberring Aus dünnem Band verfertigter, geschlossener Silberring mit einer gra­vierten, kaum lesbaren Inschrift. Devise : Aufgrund der Inventareintragung und der Mitteilung von RD waren einst die Buchstaben DAJ\ . .] EG [. . . ] IA [.] EGET XC zu lesen. Fundort: Barnahát (bei Értény, Kom. Tolna). Der Ring ist aus einem Grab hervorgekommen, da er samt einem Fingerglied in der Sammlung aufbewahrt ist. 31. Zwiebelkopjfibel aus Silber Eine Zwiebelkopffibel in guter Erhaltung. Der Querarm ist sechskantig. Auf der einen Seite des im Schnitt trapezförmigen Bügels steht die Inschrift, die andere Seite trägt eine Dreieck- und Rankenverzierung (Abb. 15a). Die Bügeloberseite ist mit einer Reihe dreieckiger Kerben geschmückt. Die Ver­zierung ist in Silbereinlagetechnik ausgeführt (Abb. 8). Devise: VTERE FELIX Inv.Nr. 22.1906 = 10.1951.139. L.: 78 mm; Br.: 58 mm. Fundort : Intercisa Literatur : Bericht über den Stand des Ungarischen Nationalmuseums im Jahre 1906. (Budapest 1907) Abb. 39,6; E. Patek, Verbreitung und Herkunft der römischen Fibeltypen Pannoniens. DissPann. II, 19. (Budapest 1942) T. XXVIII, 6—7. G. Behrens, Römische Fibeln mit Inschrift. Reinecke­Festschrift. (Mainz 1950) 11. Datierung: die Fibel gehört zum Typ I A von E. Keller, 1 4 vom Forscher zwi­schen 290 und 320 datiert. Er entspricht der Gruppe II H.J.H. Buchems 15 (Typ Nicolaevo), die vom Forscher zwischen 240 und 320 u. Z. datiert wird. Die vorliegende, silbereingelegte Fibel gehört innerhalb des Typs zu einer geschlossenen Gruppe, was vielleicht auf eine identische Werkstätte hinweist. Kennzeichen dieser Gruppe sind: sie gehört zu Gruppe I A-B von E. Keller. Sie sind aus Silber, der Bügel ist mit Silbertauschierung oder mit Niello ver­ziert. Die Bügeloberseite ist allgemein durch eine, sich bis auf den Fuß herunter­ziehende, dreieckige Kerbenreihe verziert. Charakteristisch sind die Ver­zierungen auf beiden Seiten des Bügels: von Strahlen umgebene Dreiecke, bzw. eine laufende Rankenverzierung mit Tauschierung oder mit Niellotech­nik verfertigt. Steht auf dem Bügel ebenfalls eine tauschierte Inschrift, so sind die beiden erwähnten Verzierungsarten nur auf der einen Seite des Bügels zu finden und die Inschrift befindet sich auf der anderen Seite. Auf einer Seite des Bügels der inschriftslosen Fibel 1" (Kellers Typ I B), aus dem Schatzfund 1 4 Keller, E., Die spätrömische Grabfunde in Südbayern. Beiträge zur Vor- und Frühgeschichte 14. (München 1971) 32-. 1 5 Buchem, H.J.H. van, De gouden speld van Julianus. Numaga 13(1966) 63 —. ; Ders., Bemerkun­gen zu den Dreiknopffibeln des 4.Jh. BABesch 48(1973) 144 — .; Ders., Nog drie drieknoppenfibulae uit Nijmegen. Numaga 16(1969) 59 — 70.; Vgl. noch zur Typologie von E. Keller: Noll. R., Eine goldene „Kaiserfibel" aus Niederemmel. BJ 174(1974) 240. 1 6 Komig, 1., Die Haupttypen der kaiserzeitlichen Fibeln in Pannonién. DissPann 11,4. (Buda­pest 1937) Taf. XL, 10.; Ich sage hier Frau Dr. Alice Sz. Burger für die mündliche Information Dank.

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