Folia archeologica 30.
Endre Tóth: A Magyar Nemzeti Múzeum feliratos római arany- és ezüsttárgyai. Aranygyűrűk
178 E. TÓTH Dm: 17,5 mm. Inv. Nr. 10.1951. 133., Jankovich Kat. nr.: ,,Inventus in sarcophago romano , qui occasione decidui Danubii ad oppidum Érd de tec tus est." Datierung: 3. Jh. Schrifttum: RömerDesjardins nr. 397a; falsch. Nr. 20. Goldring (Abb. 13,20) Geschlossener Reif mit Ausbildung einer Platte. An der Platte ist ein nach rückwärts blickender Vogel eingraviert. Die Inschrift ist am Reif lesbar. Devise: VTERE FELIX. Inv. Nr. 62.417.55., Dm: 22 mm, Jankovich Kat. nr. 76, „ inventus ripa Danubii oppidi Pente le " Datierung: der Ring kann aufgrund der Form kaum als römisch betrachtet werden. Schrifttum: Römer-Desjardins 409, wo es irrtümlich um einen bläulichen Onyxstein handelt. Nr. 21. Goldring (Abb. 13,21) Geschlossener bandförmiger Reif, aber außen bewölbt. Das obere Teil ist hoch und besteht aus einer in der Mitte stark hervorragenden Kuppel. Dies wird im Kreis von regelmäßig angebrachten 6 „Säulchen" umnommen. An der Kuppel ist eine umlaufende, aus zwei gravierten Fäden geflochtene Schnur zu sehen. Devise: VALENTIAVG FIDEM. Inv. Nr. 62.417.34. Dm: 20 mm. Jankovich Kat. nr. 73: „ab aurifabro urbis Varasdiensis aureis octodecim со трас tus fuit." Schrifttum: RömerDesjardins 4l0. Das Stück gehört zu den architektonisch aufgebauten Ringen: die Kuppel wird von sechs Säulen getragen. Den Ringtyp hat Z. Vinsky zusammengefaßt, 24 und seitdem wurden auch noch neuere Exemplare publiziert 2 5 (Abb. 14). Z. Vinsky hat den Typ auf das 6-7. Jh. datiert. Diese Datierung wird von der Forschung allgemein akzeptiert. Das Vorbild der Ringe von solchem Aufbau suchte Z. Vinsky in den byzantinischen Reliquiarien, frühchristlichen Basiliken und Ziborien. Aus der von den zeitgenössischen Ringen abweichenden, genau erkennbaren einen Bau darstellenden Form folgt aber auch, daß man mit Recht das reale oder imaginäre Gebäude sucht, das vom Ring dargestellt wird. Auf unserem Ring können die wichtigsten Charakteristika und der wesentliche Teil des dargestellten Gebäudes, die Kuppel sowie die diese tragenden Säulen oder diese halbkreisförmig umrahmenden Nischen klar erkannt werden: der Ring stellt einen Zentralbau dar. Dies tritt an den architektonisch aufgebauten Ringen - wahrscheinlich an ihren späteren durchbrochenen Exemplaren noch klarer hervor. Dieser Rundbau erscheint vom 4. Jh. an oft auf den frühchristlichen Denkmälern. 2 6 In der christlichen Symbolik der Epoche versinnbildlicht das Gebäude mit Kuppel und Säulen 2 4 1 Vinsky, Zs. La bague en or de Somoboret le type architectural de l'orfèvrerie aux VI eVII e siècles. Tkalcicev Zbornik (Zagreb 1955) 322 5 Barkóczi, L-, a. a. O. 2. 2 0 Vgl.: Noll, R., Vom Antike zum Mittelalter (Wien 1974) 52-53.