Folia archeologica 30.
Endre Tóth: A Magyar Nemzeti Múzeum feliratos római arany- és ezüsttárgyai. Aranygyűrűk
168 E. TÓTH Platte an: beim Abschluß steht an beiden Seiten je ein Löwenkopf hervor. Aus der Platte fehlt die Gemme. Die Löwenköpfe sind mit Niellopunkten verziert. Auch der Mund des Löwen hatte eine Verzierung aus Niello und has Auge war mit roten Steinen ausgelegt, die jedoch nach dem Auffinden gewaltsam entfernt wurden. Die Inschrift ist an beiden Seiten der Platte in Niello lesbar. Devise: LEONTI - VIVAS Inv. Nr. 1.1946.1. Dm: 20,5 mm. Fundort: Brigetio (Szőny), das Gelände des Lagers: an der Principia mit 7 prägefrischen Aurei (schließen mit 286-289) gemeinsam zum Vorschein gekommen. Die Schmuckstücke wurden nach M. R. Alföldy anläßlich des Quadeneinbruches von den Jahren 289-292 verborgen. Schrifttum R. Alföldy M. : Aranykincslelet Brigetióból (Goldschatzfund von Brigetio aus dem Ende des 3. Jhs.) Num. Közi. 48-49 (1949-1950) 5.Nr. 16 . Prismenförmige Goldbulle Abb. 10) Die beiden Enden der sechseckigen, prismenförmigen Goldbulle sind beschädigt. Die drei gerillten Hängeösen wurden bei der Lötung von je 3 kleinen Kugeln abgeschlossen. Das Innere ist von einer Masse ausgefüllt. An allen Seiten ist die mit einem scharfen Werkzeug - in dillettanter Weise - also wahrscheinlich vom Benutzer selbst eingravierte Inschrift lesbar: SIV NO L des Gegenstandes: 45 mm V.A.L.ILM Dm: 7,5 mm S L VT V О T V M LBMRN Die Interpretation der Inschrift ist problemenfrei. Die dritte, vierte und fünfte Reihe haben eindeutig einen kultischen Inhalt. Daraus folgt, daß die erste Reihe (oder die ersten Reihen) die Dedikation enthalten muß (müssen). Die Auflösung der ersten Reihe - insbesondere in Kenntnis der Silvanus-Ringe des 4. Jhs kann nur Silvana sein. Die Auflösung der zweiten Reihe ist mehr problematisch. Hier müssen wir prinzipiell die Attribute des Gottes und den Namen des Dedikanten suchen. Nach den ersten drei Buchstaben befindet sich aber eine klar erkennbare Interpunktion. Deshalb können wir im Falle der aus 4 Worten bestehenden Abkürzung sowohl das Attribut oder die Attribute des Gottes als auch den Namen des Dedikanten suchen bzw. auflösen. Die Auflösung: Si(l)v(a)no /v(iatori?) a(ugusto?) L.ILM/ s(o)lv(i)t / votum l(i)b(ens) m(e)r(ito) n(?) Inv. Nr. 117.1885. Ankauf von József Spitzer, Goldschmied von Győrsziget. Fundort: vermutlich aus der Umgebung von Győr. Die fünf- oder achtkantige goldene Amulettenkapsel ist kein allzu häufiger Fund. In dem von V. Lányi zusammengesammelten pannonischen (publizierten) Fundmaterial aus dem 4. Jh. kommt dieser Gegenstand nicht vor. 3 Mit der Bronzemünze von Caracalla ist die Kapsel in Pautali zum Vorschein gekommen. 4 5 St. 3 Lányi, V., Acta Arch. Hung. 24(1972) 52. 1 Kuseva-Slokoska, L. Une spulture de Pautalia. Arheologia, Sofia 7(1965): 4.43 (in bulgarischer Sprache)