Folia archeologica 30.

Éva B. Bónis: A brigetioi Gerhát fazekastelep

102 É. В. BONIS Die Erschließung des Töpferviertels „Im Töpferviertel sind 6 Öfen ausgegraben worden (Abb. 2), von diesen waren Nr. I, II, III, IV, VI Töpferöfen, Nr. V hatte keinen Rost, diente demnach wahrscheinlich anderem Zwecke. Über dem Töpferviertel zogen mehrere Mauern in Querrichtung, zum Teil ausgebeutete Maurreste, zum Teil erhalten gebliebene Mauerstümpfe. Die Fundamentierung der Mauern war etwa 40-54 cm tief von der Oberfläche, das Fußbodenniveau konnte jedoch nirgends mehr vorgefunden wer­den. Unter den Mauern waren die Öfen. Es konnte beobachtet werden, daß anläß­lich des Neubaues die Trümmer der Öfen applaniert wurden. Die Mauern gehör­ten eigentlich zu einem Größeren Gebäudekomplex oder es dürften hier mehrere Gebäude gestanden haben, die nach dem Auflassen des Töpferviertels entstanden sind. Im Töpferviertel fanden sich keine solchen Spuren, die auf eine gewaltsame Vernichtung hingewiesen hätten." Öfen Nr. I und II (Abb. 3:1-2) „Nur in Fragmenten erhalten, wurden schon in der Römerzeit aufgelassen und gingen vom vielen Gebrauch zugrunde. Es handelt sich um Rundöfen mit gemeinsamem Heizraum. Bei den Öfen Nr. I und II fanden wir einen doppelt beschmierten Rost vor, zwischen den beiden Schichten war Donausand." Ofen Nr. III (Abb. 3: 3-4; Abb. 4:1) „Viereckig, mit etwa 70-80 cm hoch erhalten gebliebenen Mauern. Neben der Ofenmauer lag eine dicke Farbschicht, darin ein Topf, der zum Aufbewahren der Farben gedient hat. Neben dem Ofen sind in einer Afballgrube auch Negativ­modeln zum Vorschein gekommen. Die Heizungsöffnung des Ofens Nr. III blickte nach N, ihre Größe betrug etwa 125 X 130 cm. Der Rost war bei der Hei­zungsöffnung (von der Oberfläche davor wurde 165 cm tief gegraben) quadratisch durchbrochen. Möglicherweise wurden an dieser Stelle die Gefäße eingelegt. Der Rost ruhte auf Rippen. Im Heizraum sind zwei oder drei größere graue Urnen zum Vorschein gekommen. Gegenüber der Heizungsöffnung war ein ausgeschmier­ter Rauchabzug." Ofen Nr. IV (Abb. 4:2) „Rund, Dm 150 cm. Die Mauern sind hoch erhalten geblieben, die Heizungs­öffnung war von 0 her (155 cm tief). Auch hier, wie beim Ofen Nr. III gelang es einen Teil der nach unten führenden Stiegen zu finden. Der Rost dieses Ofens ist weniger erhalten geblieben, war an mehreren Stellen eingestürzt. Um den Ofen herum kam viel Donausand hervor. Es waren sehr viele Scherben darin." Die Aus­grabungszeichnung zeigt, daß der Rost einst von 5 strahlenförmig untergebrachten Rippen getragen wurde.

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