Folia archeologica 29.
T. Dobosi Viola: A pattintott kőeszközök nyersanyagáról
ÜBER DAS ROHMATERIAL DER RETUSCHIERTEN STEINGERÄTE Das Rohmaterial der retuschierten Steingeräte läßt sich mit aller Sicherheit genau bestimmen, wenn es aus Obsidian, Quarz, Hydroquarzit, seltener aus mesozoischem Kalkstein, verkieseltem Holz, Sandstein, opalisierten vulkanischen Tuffen oder aus solchen extremen, besonders gearteten Kieseln, wie es der Hornstein von Swieciechów (Polen) ist, besteht. Diese charakteristischen, beliebten Rohmaterialien sind leicht zu erkennen. Es müssen jedoch die Bestimmungsverfahren betreffs der Auflösung des des Gegensatzes von dem ladinischen Quarzporphyr und dem felsitisch-gestreiften Rhyolith weiter verfeinert werden. Dies spielt nicht nur in der genauen Bestimmung der auf ein und demselben Fundort gebrauchten Rohmaterialien eine wichtige Rolle. Es sind uns gut umgrenzbare, geschlossene Lagerstätten des Felsitporphyrs bekannt, während der Rhyolith, als Ergebnis einer neovulkanischen Tätigkeit bereits in einem bedeutend größeren Gebiet zur Verfügung gestanden haben dürfte. In einigen Fällen scheint es, daß während das klassische Szeleta-Rohmaterial dunkelgrau (es wurde nach O. Kadic lange Zeit hindurch als aschgrauer Chalzedon bestimmt), homogen ist und nur selten, in dünnen Streifen helle Einlagerungen enthält, dominieren im Rohmaterial der jüngeren, mesolithischen Fundstätten gerade diese gelblichen, hellen, glanzlosen Komponenten mit viel dünneren, grauen Quarzadern. Jedoch auch dieser Unterschied läßt sich nicht verallgemeinern. Es muß eine Methode gefunden werden, durch die die zwei Rohmaterialarten einfacher und leichter als mit der Röntgen-Diffraktionsuntersuchung sowie auch ohne eine größere technische Ausrüstung in zuverlässiger Weise auseinandergehalten werden können. Mit besonderer Vorsicht muß bei der Bestimmung der verschiedenen Kieselsteine vorgegangen werden. Im Laufe der Untersuchung hat es sich erwiesen, daß die Farbe des Rohmaterials entgegen der bisherigen archäologischen Praxis (für die petrographischen Fachleute war dies schon bisher offenkundig) zur Entscheidung dessen, ob die Probe Radiolarien enthält, nicht genügt. Der Hornstein und der Radiolarit sind gleicherweise Kieselsteine organischen Urpsrunges, also sie können miteinander leicht verwechselt werden. Während aber der Hornstein stets grau ist, zeigt der Radiolarit bei weiten nicht immer eine leberrote Farbe, sondern auch verschiedene Abtönungen des Graues und selbst die gelbe Farbe kommt bei ihm vor. Wollen wir den Radiolarit als Benennung auch weiterhin beibehalten, so gebrauchen wir sie von der Farbe unabhängig nur dann, falls in der Rohmaterialprobe tatsächlich Radiolaria gibt und dies im Dünschliff mikroskoposich auch nachgewiesen wurde. Übrigens halten wir und bei der weniger klangvollen, jedoch präzisen Benennung des Kieselsteines (Flint) fest. Insofern die Fundumstände, die geräterzeugende Technik usw. dem Ausgräber wichtige und neue Informationen versprechen, kann er sich weiterhin an die Ergebnisse der Petrographen stützen. 2*