Folia archeologica 29.
Sándor Soproni: A carnuntumi Heidentor
DAS HF.IDENTOR VON CARNUNTUM 127 Abb. 1. Das Heidentor von Carnuntum /. ábra A carnuntumi Heidentor Baues diese Annahme nicht zu bestätigen. 1 4 Die Bestimmungen behandeln unser Objekt auch - ohne eine besondere Begründung zu geben - als Triumphbogen, Tempel oder Heiligtum. 1 5 Die Hypothese von Swoboda scheint richtig zu sein, der auf Grund der bereits erwähnten Stelle bei Ammianus Marcellinus das Heidentor für einen zum Andeken der Siege des Kaisers Constantius II. gestellten Bau ansieht. Ammianus Marcellinus schreibt folgendes: „triumphalis arcus ex clade provinciarum sumptibus magnis erexit in Gallis et Pannoniis titulis gestorum adfixis, quod stare potuerunt, monumenta lecturis". Die angeführte Stelle kann aber sogar in zwei Punkten nicht mit dem Heidentor von Carnuntum abgestimmt werden. Der Text berichtet expressis verbis über einen „arcus triumphalis". Wenn aber das Heidentor in seiner heutigen Ruinenform irgendwie auch an einen Siegesbogen erinnert, weicht der Bau mit vier Pfeilern in seiner ursprünglichen Form von der des arcus triumphalis und - wie wir später sehen werden - auch von den Quadrifrontes ab. 1" Ein anderer Punkt der von Ammianus gegebenen Beschreibung, nämlich die Bezeichnung „titulis 1 4 Nach H. Stiglitz steht das Heidentor „inmitten des römischen Gräberfeldes". Vgl. noch Stiglitz, H.-Kandler ' M.-Jobst, W., а. а. O. 593.; Weder in den 1891, noch 1955 vom Heidentor 200 m nach Norden {Jüngling, H., а. а. O. 29.) bzw. in einem etwa 100 m großen Bereich (Dell, /., а. а. O. 158., fig. 2.) gezogenen Suchgräben wurden Gräber erwähnt. Nach Norden zu ist ein Sarkophag, nach Süden bloß der Deckel eines zusammengebrochenen Sarkophags zum Vorschein gekommen {Dell, /., а. а. O. 171). 1 5 Go/lob, H., a. a. Ó. 34. Vgl. noch Stiglitz, H.-Kand/er. M.-Jobst, IT., а. а. O. 618. 1 0 Zusammenfassend Kahler, а. а. O. 465ff.