Folia archeologica 29.

Éva B. Bónis: Rekonstrukciók a Szomor-somodorpusztai római kori temetkezési kocsi felszereléséből

FOLIA ARCHAEOLOGICA XXIX. 1978 BUDAPEST REKONSTRUKTIONSVERSUCHE AUS DEM FUNDINVENTAR DES RÖMERZEITLICHEN BESTAT­TUNGSWAGENS VON SZOMOR-SO M ODORPUSZTA Éva В. В Ó N I S Im Zuge der Vorbereitungsarbeiten der im Frühjahr 1977 eröffneten neuen ständigen archäologischen Ausstellung des Ungarischen Nationalmuseums haben wir das ganze Fundmaterial des Wagens von Szomor-Somodorpuszta (Kom. Komárom) - in der Fachliteratur 1 mit den eingewurzelten Namen: Pusztasomodor oder Somodor - neu überprüft. Es wurden hierbei solche Fragmente gefunden, die eine Rekonstruktion von drei Gegenständen des Fundkomplexes ermöglicht haben. In enger Zusammenarbeit mit der Restaurationsabteilung des National­museums wurde die Ergänzung folgender Gegenstände vollzogen: 1. Umrahm­tes Satyrbrustbild aus Bronze, 2. Kanne mit enger Mündung und 3. Griffschale aus Bronze. Diese Gegenstände wurden auf den älteren früheren Ausstellungen des Nationalmuseums in den Schaukästen mit dem Wagen von Somodor nur fragmentarisch ausgestellt (Abb. 1). 1. Umrahmtes Satyrbrustbild aus Bronze. Inv. - Nr.: 78.1888.3. Maße: Dis­kosdm: 19 cm. Höhe des Brustbildes: 11,2 cm. Von den pannonischen Wagen­verzierungen sind die perlenumrahmten, auf Scheiben applizierten bacchischen Brustbilder von künstlerischem Gesichtspunkt die qualitätsvollsten. Da in diesem Fund bisher zwei ganze solche Brustbilder bekannt waren, 2 wurden diese bei den Rekonstruktionen auf dem Wagenkasten voneinander getrennt angebracht. 3 Nach der Zusammenstellung der Fragmente noch eines weiteren, mit Perlen­reihe umrahmten Medaillons konnte das alleinstehende Brustbild eines Satyrs aufmontiert und auf diese Weise durch die Arbeit des Hauptrestaurators G. Báthy ein drittes umrahmtes Brustbild gewonnen werden. Die drei Medaillons bilden eine zusammenstimmende Komposition, der von neuem umrahmte Satyr mit seinem breiten Gesicht blickt gerade aus, trägt an der Schulter Ziegenfell, hat aufstehende Haare und die typische gespitzte Satyrohren. Die zwei anderen Brustbilder wenden sich dem mittleren zu (Abb. 2). Der dem vorangehenden 1 Gaul, K., Arch.Ért. 9 (1889) 193-205.; Натре/, J., BpR 4(1892) 31-72.; Alföldi, À. Arch.Ért. 48(1935) 190-213., 263-270. 2 Inv.-Nr.: 78. 1888. 1-2.; Paulovics, I., Vezető a régészeti gyűjteményben. Rómaikor (Führer zur archäologischen Sammlung. Römerzeit). (Budapest 1938) 63-64., Abb. 107. 3 Der Rahmen des dritten Brustbildes wurde in der Ausstellung des UngNatMus von 1950: A magyar föld népeinek őstörténete (Führer zur Ausstellung der Urgeschichte der Völker des ungarischen Bodens). (Budapest 1951) Abb. XI. in Zeichnung ergänzt.

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