Folia archeologica 29.

Ilona Stanczik: Előzetes jelentés a Füzesabony-öregdombi bronzkori teli-telep ásatásáról

98 I. STANCZIK auf diese senkrecht gelegte Balkenstücke. Der Herd stand ebenfalls in der Achse des Hauses. Der Fußbodenteil des 2. Hauses des III./B Niveaus wurde von der 4. Grube beschädigt. Die Struktur des Hausteiles ist der der vorangehenden ähnlich: ein breiter Lehmstreifen und ein längsgerichteter, vermorschter Balken deuteten den Rand des Fußbodens an. Das IV. Niveau der Siedlung (-200-210 cm) (Abb. 4) ist am wenigsten ges­tört. Das 2. Haus des Niveaus lag ebenso wie bei den vorangehenden Niveaus. Die Ränder des Fußbodens sind gut ausnehmbar, wir fanden Spuren von durchge­brannten Balkenresten und Lehmbewurfschutt auf dem Bodenniveau. Neben dem Haus kamen 150 cm lange, fünf nebeneinander gelegte Balken zum Vor­schein (Eingang?). Das 1. Haus des IV. Niveaus ist NW-SO orientiert. Insofern die Zahlen der Herdstellen betreffs der Zeitdauer des Gebrauches eines Hauses in Betracht genommen werden, so war dieses Haus den bisher besprochenen Häusern am längsten in Gebrauch gewesen: es kamen sechs, gründlich gebaute, durchgebrannte, beschmierte Herde und das Fundament eines Ofens mit aus­geschmierten Wänden zum Vorschein. Das aus dem Haus stammende Fund­material gibt uns keinen Aufschluß bezüglich des Gebrauches der vielen Herd­stellen. In der vorbronzezeitlichen Humusschicht liegt als erstes Niveau der Sied­lung, das V. Niveau (-240 cm). Auf diesem Siedlungsniveau fiel in unseren Block nur ein Teil eines Hausfundaments. Aus dem Hausrest scheint es, daß die Reihe der pfetetntragenden Pfosten vorhanden ist. Im Mittelpunkt des Hauses steht der mit Lehm ausgeschmierte Herd. Der in den ersten 13 m des 51 m langen Suchgrabens freigelegte, in der vorbronzeitlichen Humusschicht liegende Hausteil lag in derselben Richtung, wie das in unseren Block fallende Haus Nr. 2. Im Längsgraben ist die Reihe der durchgeschnittenen Häuser und der zwischen den Häusern vorhanden gewesenen Gassen, Plätze und Gruben gut ersichtlich. Das durch die Ausgrabung zum Vorschein gekommene Fundmaterial kann an die Füzesabony-Kultur geknüpft werden. Zur Ausgrabungszeit konnten selbst Funde aus dem Jahre 1971 erworben werden, 9 von welchen die wertvoll­sten ein geschmückter, zylindrisch geschnitzter Knochen (Abb. 5 a, b, c), eine bronzene Psalie und ein Bronzeknopf sind (Abb. 6: 1,2). Die Funde stammen dem Auffinder nach von dem damaligen höchsten Punkt des Hügels. Dort waren der Erzählung und der Situationsskizze des Schenkers nach zwei Hausfunda­mente und vier Gräberflecke zu sehen. Der zylindrische Knochen wurde aus Hirschgeweih angefertigt und ist an dem einen Ende offen. Auf dem Zylindermantel befindet sich als Dekoration eine Spiralverzierung (Abb. 5 a). Am offenen Ende sind starke Abnutzungs­spuren zu sehen. Von den die Struktur des Musters außer acht lassenden, nach­träglich gebohrten Löchern (an beiden Enden je zwei) sind den Rändern zu gut ausnehmbare Abnutzungsspuren (Abb. 5 b). Auf dem unteren und oberen Rand des Zylinders ist an der entgegengesetzten Seite eine waagerecht verlaufende 9 Die Gymnasialschüler in Füzesabony: L. Bcrnáth und E. Gulyás haben das Fund­material im Juíi 1971 eingesammelt und es mit der Situationsskizze dem Ungarischen National­museum geschenkt.

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