Folia archeologica 28.

Tibor Kemenczei: Hallstatt kori leletek a Dunakanyar térségéből

86 T. KEMENCZEI Csepel-Insel auch an das rechte Ufer der Donau übersetzt haben. In ihre Nachlas­senschaft gehören die Funde von Pomáz. Westlicher von Pomáz enthielt nur das Fundmaterial von Pilismarót-Basaharc Bestattungen skythischen Typs. Diese lagen jedoch im Gebiet eines keltischen Gräberfeldes und so stammen sie wahr­scheinlich schon aus der Keltenzeit. 4 3 Auf den Zeitpunkt der nördlichen und westlichen Expansion der Skythen­kultur können wir auf die südslowakischen und polnischen Funde schließen. Laut M. Dusek stammen die ältesten skythisch-thrakischen Funde im Gebiet der Südwestslowakei aus dem 5. Jahrhundert v. u. Z. 4 4 Aus der Analyse des Gräber­feldes von Hetény (Chotin) zog A. Stoia hingegen den Schluß, daß die ältesten Gräber auf die zweite Hälfte des 6. Jahrhunderts v. u. Z. datiert werden können. 45 Auf dieselbe Zeit setzt Z. Bukowski und J. Chochorowski die ersten skythischen Angriffe und Einfälle in den nördlichen Gebieten Mitteleuropas. 4 6 Aus den dem rechten Ufer der Donau stammenden Funde skythischen Typs gefolgert, dürften die östlichen Stämme zu dieser Zeit auch versucht haben nach Transdanubien einzudringen. Das Volk der Kalenderberger Kultur konnte jedoch mit Erfolg ihren Angriff zurückgeschlagen haben und die Volksgruppen vom Alföld dürften nur das Bereich der bei dem heutigen Budapest gelegenen Übergangsstelle der Donau unter ihre Kontrolle gezogen haben. Durch diesen Raum führte zwischen der östlichen und westlichen Hälfte des Karpatenbeckens eine der wichtigsten Handelsstraße und durch diese dürfte auch ein Teil des östlichen Waren nach dem Westen geströmt haben. 4 7 Aus den im östlichen Teil dieser Gegend, am linken Ufer der Donau gelegenen skythischen Gräberfeldern sind uns als Ergeb­nis der westlichen Beziehungen Gegenstände bekannt, die den Einfluß der Kalen­derberger Kultur widerspiegeln. 4 8 Diese kommen jedoch in geringerer Anzahl zum Vorschein, als die Gegenstände östlichen Typs in Transdanubien und auch dieses Zahlenverhältnis unterstützt den expansiven Charakter der Skythenkultur. Im Raum der Donaukniegegend stammen die letzten Denkmäler der Sky­thenkultur aus dem 3. Jahrhundert v. u. Z., schon aus der Zeit der keltischen Eroberung. Der in Budapest-Rákospalota zum Vorschein gekommene Grabfund enthielt außer der Keramik skythischen Typs des Alföld auch einen keltischen Bronzearmring. 4 9 In Pilismarót wurden Gräber mit Funden skythischen Typs im keltischen Gräberfeld freigelegt. Mit der Festigung der Keltenherrschaft hat die 4 3 Párduc Z, M., Acta Arch.Hung. 21(1969) 233. 4 1 Dusek , M., Die Thraker . . . 366. 4 5 Stoia, A., Bemerkungen über das birituellen Gräberfeld in Chotin. Dacia 19(1975) 102. 4 6 bukowski, Z., Charakteristik der sog. skythischen Funde aus Polen. ZfA 8(1974) 63.; Chochorowski, /., Die Frage der skythischen Expansion auf das Gebiet des Karpatenbecken. AAC 15(1975) 23. "Párducz, M., Acta Ant. 13(1965) 275.; Foltiny, S., Zur Frage des „skythischen" Ein­flusses in Ostösterreich und in Slowenien. AAu 33(1963) 23. 1 8 Párducz, M., Acta Arch.Hung. 18(1966) Taf. XVI. 18., Taf. XXV. 8.; Lacyis, G.­Párducz, M., a.'a. O. Taf. LVII. 10., Taf. LIX. 7. 4 9 Nagy, T., BpR 19(1959) 123-136.

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