Folia archeologica 27.

József Korek: Die Ausgrabungstätigkeit des Ungarischen Nationalmuseums im Jahre 1974 - II. Pál Patay: Vorbericht über die Ausgrabungen zu Poroszló-Aponhát

Folia Archaeologica XXVII. 1976 Budapest II VORBERICHT ÜBER DIE AUSGRABUNGEN ZU POR OSZLÓ ­A PON H ÁT Pál PATAY Der Erdrücken Aponhát von Poroszló ist als urzeitlicher Fundort in der ungarischen archäologischen Fachliteratur schon seit langem bekannt. Die erste Nachricht darüber ist im Bericht des Debrecener Museums aus dem Jahre 1918 zu lesen. Aus diesem erfahren wir, daß L. Zoltai den von der Theiß bedrohten Fundort überprüfte und von dort Funde eingeholt wurden. 1 1929 suchte J. Söregi gleichfalls vom Debrecener Déri-Museum den Fundplatz auf und sammelte an Ort und Stelle. 2 Söregi sah es wegen des Verfalls der Siedlung nötig, dort eine größere Erschließung in Gang zu setzen und trachtete in diese Arbeit auch das Ungarische Nationalmuseum einzubeziehen. Zu einer Ausgrabung ist es leider nicht gekommen, da einer­seits der Besitzer des Grundstückes seine Zuwilligung dazu untersagte andrerseits bildeten wahrscheinlich auch finanzielle Gründe ein Hindernis. 3 Söregi erschien 1931 noch einmal auf dem Aponhát und sammelte auch gelegentlich dieses Besuches neuere Funde ein. 4 Uber seine Erfahrungen hat er auch in der Zeitung Debreceni Újság ausführlich berichtet. 5 1938 überließ J. Petróczy einen Teil seiner Privatsammlung dem Déri-Museum und auf diese Weise gelang­ten weitere Funde vom Aponhát in den Besitz des Museums." Die erste informative Ausgrabung hat 1964 seitens des Ungarischen Nationalmuseums im Rahmen der durch den Bau der II. Theiß-Wasserstufe von Kisköre nötig gewordenen archäolo­gischen Arbeiten T. Kovács durchgeführt. Im Laufe dieser Ausgrabung wurde im östlichen, der Theiß zufallenden Teil der Siedlung eine 4x4 m große, an der nördlichen Seite hingegen eine 4 x3 m große Fläche geöffnet. Letztere berührte auch die entlang des Siedlungsrandes ver­laufende Böschung, in der sowohl er, wie auch Söregi einen - ihrer Meinung nach - die Sied­lung schützenden Wall erblickt haben. T. Kovács stellte fest, daß die Funde in die spätbron­zezeitliche Gáva-Kultur gehören und daß die Schichtenreihe aus mehreren Wohnniveaus be­steht, von welchen das erste durch „dicht nebeneinander gegrabenen Gruben" charakterisiert wird. 7 Nach solchen Vorgängen kam die Reihe an die systematische Freilegung auf dem Apon­hát, deren erste Kampagne auf die Zeit zwischen 1.-26. September 1969 fiel. Da 1970 auf diesem Gelände wegen des Hochwassers keine Ausgrabungen durchgeführt werden konnten, wurden 1 Zoltai, L., Jelentés Debrecen 1918-1920. 4. Debrecen, Déri Múzeum Inv.-Nr.: 11/1918 1-34. 2 Söregi, J. Jelentés Debrecen 1929. 29. Inv.-Nr.: 62/1929.1-14. 3 Ders., Jelentés Debrecen 1930. 67-69. 4 Ders. Jelentés Debrecen 1931. 24-25. Inv.-Nr.: 71/1931. 3 Debreceni Újság 3., 4., 7. Okt. 1931. 0 Söregi , J., DME 1938. 56. Inv.-Nr.: 66/1939. 1-105. Unter diesen Gegenständen sind auch welche von anderen Fundorten. 7 Kovdcs, T., RF I: 18(1965) 17. 13 Folia Archaeologica 1976

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