Folia archeologica 26.
Die Ausgrabungen des ungarischen Nationalmuseums im Jahre - András Pálóczi-Horváth: Bericht über die Ausgrabung des mittelalterlichen Dorfes Szentkirály
SZENTKIRÁLY 185 Abb. 1. Эь An der I. Arbeitsstelle etwa 300 m nordwestlich von der reformierten Kirche haben wir Teile eines spätmittelalterlichen, aus mehreren Räumlichkeiten bestehenden Wohngebäudes freigelegt. Die Trümmer des Hauses verliefen etwa in 6 m-Breite in NW-SO-Richtung, ein aufgehendes Mauerwerk ist nicht einmalin Spuren erhalten geblieben. Aufgrund der Zusammensetzung der Schichten können wir daran denken, daß die Trümmer des Gebäudes noch zur Zeit des Bestehens der Siedlung eingepflügt worden sind. Das Haus ist seinem Grundriß nach nur teilweise geklärt. Die Fundamentsgräben seiner Längsmauern ergeben eine Hausbreite von 4,70 m. Aufgrund der Ausdehnung der lehmdichten Schuttschicht dürfte das Haus zumindest 15 m lang gewesen sein, hatte demzufolge aller Wahrscheinlichkeit nach drei Räumlichkeiten. Von der Feuerungsanlage haben wir einen äußeren Backofen von ovalem Grundriß freigelegt. Seine Mauern sind nicht erhalten geblieben; die Backfläche wurde dreimal mit Lehm beschmiert. Sein rekonstruiertes Maß beträgt etwa 1,70x2,00 m. Vor der NO gerichteten Feuerungsöffnung des Backofens hat auf die einstige offene Feuerstelle der Küche nur eine verschwommene AschenHolzkohlenschicht hingewiesen. Der Eingang des Hauses dürfte gegenüber dem äußeren Backofen, an die nordöstlichen Seite gewesen sein. Nach der Erfahrung von 1. Méri blickte in der Ortschaft Móric (Großkumanien) im allgemeinen der Vorderteil der früheren Hauser, die ebenfalls über einen äußeren Backofen verfügten, nach NO. Unser in Lászlófalva freigelegtes Haus kann als eine Analogie des Hauses 1/a von Turkeve-Móric betrachtet werden. 7 7 Méri, I., Arch. Ért. 81(1954) 143—146., Abb. 5.