Folia archeologica 26.

Die Ausgrabungen des ungarischen Nationalmuseums im Jahre - István Fodor: Vorläufige Bericht über die Ausgrabung des Dorfes Szabolcs—Kisfalud im Jahre 1971—73

Abb. 9. bedeutend, was auch die gefundene Eisenangeln beweisen (Abb. 8:4—5). Mit der wirtschaftlichen Tätigkeit steht auch die Schere im Zusammenhang, von welcher zwei Formen gefunden wurden: ein gefederter und ein der im heutigen Haushalt gebrauchten Schere ähnlicher Typ (Abb. 7:1—2). Unter den Eisengegenständen ist die Zahl der Sporen, die sämtliche Epochen des Lebens der Siedlung begleitet, auffallend groß. Die kugelstacheligen (Abb. 9:1) sind für das 11.—13. Jahrhundert, die spitzstacheligen (Abb. 9:2) für das 12. Jahrhundert, die kammförmigen (Abb. 9:3) für das 13.—14. Jahrhundert charakteristisch. 1 7 Aufgrund dieser Furde können wir mit Recht annehmen, daß ein Teil der Bewohnerschaft des Dorfes im militärischen Dienst gestanden hat. Auch die zum Durchschlagen des Panzers dienende Pfeilspitze (Abb. 8:3) unter­stützt diese Annahme. Die übrigen Teile der Eisengeräte sird die ziemlich allgemeinen Eisenmesser, Pfeilspitzen (Abb. 8:1 — 2), Schnallen, Nägel, Hufeisen usw., doch kamen auch ein Messer mit verziertem Beirgriff, Schlüssel, Leuchter, Kistenbeschlag und andere, seltene Gegenstände zum Vorschein. In der Reihe der über das Leben der Siedlung zeigenden Gegenstände sollen zum Abschluß auch die aus Ton gebrannten bikonischen und ovalen Spinnwirtel erwähnt werden. 1 7 Über die Chronologie der Sporen: Hilc^erówna, Z., The chronology of the 10th-13th century Polish spurs. WA 23(1956) 203—207.; Kirpicnikov , A. N., Snarjezenie vsadnika i verho­vogo konja na Rusi IX—XIII. vv. SAI El-36. (Leningrad 1973) 56—70., Taf. XVIII -XXII.

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