Folia archeologica 23.

László Barkóczi: Spätrömische Glasbecher mit aufgelegten Nuppen aus Pannonien

7° L. BARKÓCZI Begleitfunde auf das Ende des 4. und den Beginn des 5. Jahrhunderts datiert wer­den. 3 7 Unbekannt sind die Fundumstände eines mit 2x1 größeren und 2x6 gruppenweise aufgelegten, nuppenverzierten, moosgrünen Bechers (Kat. 30., Abb. 6:3). Eine breiten Typ vertritt der in Grab Nr. 91 des Május 1-Platzes ausgegra­bene, dunkelmoosgrüne Becher, an der Wand mit 2X1 großen und 2 X 10 gruppenweise angeordneten Nuppen versehen (Kat. 31., Abb. 7 :2). Der später belegte Abschnitt dieses Gräberfeldes enthält ein solches Material, das die Be­nutzungszeit des Gräberfeldes bis in die 2о-зоег Jahre des 5. Jahrhunderts oder eventuell bis noch in spätere Zeiten verfolgen läßt. 3 8 Ein völlig diesem Stück gleiches Exemplar habe ich in weißlichgrüner Farbe mit dunkleren blauen Nuppen in der Syrischen Ausstellung im Louvre gesehen. Der aus dem Gräberfeld von Poetovio unlängst publizierte dunkelmoosgrüne Becher mit einer 2 x 1 größeren und 2X3 gruppenweise angeordneten Nuppen­verzierung (Abb. 8:2) erscheint zusammen mit sonstiger Gläsern, deren eine Teil mit den Gläsern von Csákvár in Verbindung gebracht werden kann. 3 9 In der Keramik können solche charakteristischen Typen gefunden werden, wie die Krüge mit eingeglätteter Verzierung, die nicht mehr spätrömische Typen sind, sondern mit dem gleichaltrigen Denkmalmaterial des Donau-Theiß-Zwischenstromlandes und mit der Schwarzmeergegend in Verbindung stehen. Die Zeit der Belegung dieses Gräberfeldabschnittes reicht ebenso wie bei dem von Csákvár bis in die er­sten Jahrzehnten des 5. Jahrhunderts. Unbekannt sind die Fundumstände des im Komitat Tolna zum Vorschein ge­kommenen moosgrünen Bechers mit einer 2X1 größeren und 2x3 kleineren, gruppenweise angeordneten Nuppenverzierung (Kat. 32., Abb. 8:1). Ähnlicher­weise wissen wir auch über die aus Südpannonien ans Tageslicht gekommenen Stücke nichts näheres. 4 0 Am Limes sind uns ohne jede nähere Angabe mehrere Fragmente aus Carnun­tum bekannt. Es gibt hier einen fast gänzlich intakten moosgrünen Becher mit 2X1 größeren und 2x3 kleineren, gruppenweise angeordneten Nuppenver­zierungen 4 1 (Abb. j:j). Aus Brigetio führt das frühere Schrifttum mehrere Stücke vor, 4 2 jedoch habe ich von diesem Typ bloß drei Stücke vorgefunden, die übrigen sind während des Krieges abhanden gekommen (Kat. 33, 34, 3 5, 36, 37, 38, 39). Alle drei sind über­einstimmende Stücke, in dunklerer oder hellerer moosgrüne Farbe, bei zwei mit 2X1 größeren und 2X4 kleineren, gruppenweise angeordneten Nuppenver­zierungen (Kat. 37., Abb. 6:4; Kat. 39., Abb. 6:2 ) bei dem dritten können 2x1 größere und 2X4 kleinere gleiche, gruppenweise angebrachte Nuppen wahr­genommen werden (Kat. 38., Abb. 6:1). Obwohl die genauen Fundumstände bei 3 7 Das Grab werden wir mit Dénes Gabler gemeinsam publizieren. 3 8 Die sich auf die Stücke von Sopron beziehenden Daten und die sonstige Hilfe ließ mir Péter Tomka zuteilen, wofür ich ihm meinen Dank ausspreche. 3 9 Mikl-Curk, /., a.a.O. Taf. 1:5., Taf. 11:6.; Salamon, Á-Barkóczi, L., a.a.O. 71-75. 4 0 Fo. : Mali Pozari (Virovitica). c. Zagreb. Benkö , Л., Üvegcorpus. RF II: 11. (Bp. 1962) 12/c. II. 9. «s Ebd. 12/c. II.

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