Folia archeologica 23.

László Barkóczi: Spätrömische Glasbecher mit aufgelegten Nuppen aus Pannonien

7° L. BARKÓCZI garischen Nationalmuseum (Kat. 13., Abb. 3:1.; Kat. 14., Abb. y. 2) sowie mehrere Fragmente aus des Siedlung von Gorsium. 1 0 (Kat. 11., Abb. 2:/.; Kat. 12., Abb. 2:ó). Ihr Alter ist aufgrund der Grabungsbeobachtungen von Gorsium die zweite Hälfte des 4. Jahrhunderts. Zu dieser größeren Variante können wir als Analogie die den Mainzern ähnlich aufgebauten, jedoch halbkugeligen Becher an­führen. 1 1 Eine ähnlich hergestellte Parallele ist vorläufig auch bei der Betrachtung der kleineren oder größeren Varianten aus anderen Provinzen unbekannt und auf­grund des häufigen Vorkommens in Gorsium müssen wir an örtliche Erzeugnisse denken. b.) In den zweiten Typ reihten wir die konischen Becher ein, aus welchen vor­läufig nur drei in der Provinz anzutreffen sind. (Ihre zierlosen, ohne blaue Auflage versehenen Exemplare sind übrigens häufig). Das eine Stück kam aus Intercisa hervor, es ist von länglicher Form mit einem unter dem Rand tief eingeschliffenen Band, weiter unten mit einer zwischen zwei Bändern ringsumlaufenden Nuppenreihe (Kat. 15., Abb. 4 : 1). Der Becher, ein gut ausgeführtes Stück, wurde aus dem selben Gräberfeld einige Gräber weiter ge­funden, als der Becher mit geschnittenem Rand, neben dem sich eine Münze von Valentinianus befunden hat. Als unmittelbare Parallelen können das in Liège aufbewahrte, jedoch aus dem Nahen Osten stammende Stück, 1 2 ein Exemplar aus Syrien, 1 3 ein aus Beisan durch Kauf erworbener Becher des Metropolitan Museum, 1 4 der von Morin Jean mit­geteilte, 1 5 die Becher des Vatikan-Museums und die von Köln 1 6 erwähnt werden, obwohl sich an diesen letzteren zwei ringsumlaufende Nuppenreihen befinden. Diese schlanke, langgezogene Form mit gruppenweise angebrachten Nuppen­verzierung ist im Metropolitan Museum zu sehen. 1 7 Ihr Fundort ist unbekannt. Der andere Becher wurde in Grab Nr. 212 des Gräberfeldes von Ságvár zu­tage gefördert (Kat. 16., Abb. 4:2), er vertritt einen kürzeren, breiteren Typ. Unterhalb seines Randes befindet sich eine griechische Inschrift, darunter ein Traubenmotiv (?), unter welchem sich eine ringsumlaufende Nuppenreihe ist. Das Alter des Bechers kann den aus dem Grab zum Vorschein gekommenen Münz­funden entsprechend mit den Jahren 351-354 begrenzt werden. Seine Verzierung gilt in Pannonién und in den benachbarten Provinzen als einzigartig, seine Aus­führung betrachtet, ist es leicht möglich, daß er an Ort und Stelle gefertigt worden ist. Diese breite Form ohne blaue Nuppenverzierung kann nicht nur in Ságvár an­getroffen werden, sondern ist auch aus anderen Gräberfeldern der Provinz aus dem gleichen Alter bekannt. Einen solchen Becher von breitem Typ mit gruppen­weise angebrachter, blauer Nuppenverzierung kennen wir auch aus Kertsch. 1 8 1 0 Ihre Bearbeitung ist im Gange. 1 1 Fremersdorf, Taf. 95. 1 2 Trois millénaires d'art verrier à travers les collection publiques et privées de Belgique. Catalogue général de l'exposition. Musée Curtius. (Liège 1958) Nr. 53., 64. 13 Vgl. Fremersdorf, Taf. 107. " Ebd. is Ebd. 16 Ebd. 1? Ebd. is Ebd. Taf. 104.

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