Folia archeologica 23.

H. Kolba Judit: Huszár Péter ötvösmester

DER GOLDSCHMIED P. HUSZÁR 253 dessen Beschreibung und gegenwärtiger Aufbewahrungsort aber unbekannt sind. Péter Huszár mochte in der Mitte des 17. Jahrhunderts ein angesehener Mit­glied der Klausenburger Gold- und Silberschmiedezunft gewesen sein. Auf Grund der wenigen erhaltenen Arbeiten ist es nicht leicht, von seiner Kunst ein reales Bild zu gewinnen. Von seiner Frühzeit ist uns eine interessante Episode bekannt. Unseres Wissens war er der einzige Meister, dessen Meisterstück ohne Probe, außer Reihe angenommen wurde, da die Zunft sich damals in einer Not­lage befand. Für die osmanische Pforte sollte nämlich eine große Sendung von wertvollen Geschenken zusammengestellt werden, in welche nun die Arbeit Huszárs eingereiht wurde. Huszár hat in 1657 ein e Zeitlang die Würde des Zunft­meisters bekleidet. In 1679 wurde er als Landtagsabgeordneter erwählt, in 1683 wieder kandidiert. Seinen Namen treffen wir zuletzt im Jahre 1685, wo er als Rechnungsführer der Zunft mit der Bemerkung „Unitarier" im Protokoll erwähnt wird. Es sind über Leben und Tätigkeit dieses Meisters des 17. Jahrhunderts nur spärliche Daten vorhanden - was übrigens für die Repräsentanten der ungarischen Kunst in dieser Epoche typisch zu nennen ist.

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