Folia archeologica 21.

Sándor Soproni: Römische Meilensteine aus Százhalombatta

IOO S. SOPRONI Die Lesung der Inschrift (Abb. 9) : Imp(erator) Caes(ar) Marc(us) Iul(ius) Philippus p(ius) f(elix) Aug(ustus) pontif(ex) max(imus) trib(unicia) pot(estate) co(n)s(ul) p(ater) p(atriae) pro­co(n)s(ul) et Marc(ia) Otacilia Severa sanctissima Aug(usta) coniun(x) Aug(usti) [n]ostri Ab Aq(uinco) m(ilia) p(assuum) XXIII. Die Formulierung der Inschrift ist - von den Abkürzungen abgesehen ­mit den übrigen Inschriften der aus der pannonischen Limesgegend bekannten Steinen von Philippus identisch. 3 0 Auf der Inschrift kommt der Name des Sohnes von Philippus nicht vor. Auf Grund der Titulatur des Kaisers wurde der Stein im Jahre 244 gestellt. 1 7 Die Meilenangabe ist hier im Gegensatz zu den In­schriften des Maximinus und Florianus nicht MP XXII, sondern MP XXIII. 3. Der Meilenstein des Kaisers Philippus und seines Sohnes. Der zylinder­förmige Stein ist in drei Stücke zerbrochen, am oberen Teil etwas fragmentiert, der untere Teil in Bruchstück erhalten gebliegen (Abb. 2/2-3,8. und Abb. 10). Die Höhe des aus Sandstein gefertigten Meilensteines beträgt 190 cm, sein Durchmesser 48 cm. 1 8 Die Oberfläche des Steines war dem anderen Steine des Philippus ähnlich gleichfalls von einer dünnen stukkoartigen Schicht bedeckt. An den Buchstaben ist die Spur einer roten Bemalung zu sehen. Die Buchstaben sind in gutem Zustand erhalten geblieben, die Lesung der Inschrift (Abb. 11) ist, wie folgt: Imp(erator) Caes(ar) M(arcus) Iul(ius) Philippus p(ius) f(elix) Aug(ustus) p(ontifex) m(aximus) trib(unicia) pot(estate) co(n)s(ul) p(ater) p(atriae) proco(n)s(ul) et Ma(rcus) Iul(ius) Philippus nobil(issimus) C(a)es(ar) princ(eps) iuvent(utis) et Marcia Otacilia Severa sanc­tissima Aug(usta) coniunx Aug(usti) n(ostri) (A)b Aq(uinco) m(ilia) p(assuum) XXIII. 1 6 Ihre Aufzählung bei B. Vágó E., Arch. Ért. 86 (1959) 73. " PIR 2 4 no. 461. 246f. 1 8 Inv.-Nr. : 67.44.1.

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