Folia archeologica 21.
Sándor Soproni: Römische Meilensteine aus Százhalombatta
IOO S. SOPRONI Abb. IO. Inschrift kann ein jeder der aufgezählten Kaiser in Betracht kommen. Die auf der Inschrift gebrauchte Einzahl bringt uns der Bestimmung auch nicht viel näher, da mit Ausnahme des Maximianus die übrigen alle eine längere oder kürzere Zeit lang Alleinherrscher waren. Untersuchen wir die vom Ende des 3. Jahrhunderts und aus dem 4. Jahrhundert stammenden pannonischen Meilensteininschriften, so können wir auf die Frage gleichfalls kein bestimmte Antwort geben. Von Aurelianus ist bisher kein Meilenstein aus Pannonién bekannt, auf den Meilensteinen von Maximianus 4 8 und Diocletianus 4 9 finden wir im allgemeinen längere Inschriften. Von Constantinus kennen wir bloß ein Fragment mit unsicherer Lesung, 5 0 während von Constantius II. uns eine längere Inschrift bekannt ist. 5 1 In der in Betracht kommenden Zeitspanne kennen wir von dem Limesweg zwischen Mursa und Aquincum je einen Meilenstein von Severus und Maximinus, 5 2 Galerius und Constantius Chlorus, 5 3 sowie von Licinius, 5 4 während auf dem Abschnitt nördlich von Aquincum die Meilensteine von Maximianus 5 5 sowie Severus und Maximinus 5 6 zum Vorschein gekommen sind. Letzten Endes können wir mit voller Sicherheit die jetzt gefundene Inschrift mit keinem einzigen Kaiser in Verbindung bringen, vermutlich dürfte sie aus der Zeit des Diocletianus stammen. 5 7 4 8 CIL III 4615, 4629, 4632, 4633. 1 9 CIL III 4615. 5 0 Pati/ovics I., а. а. O. Inschrift „e". 5 1 CIL III 3705 = 10617. 5 2 CIL III 10625. 5 3 CIL III 3711 = 10621. 5 4 CIL III 3709. 5 5 CIL III 4629, 4632, 4633. 5 6 CIL III 10656. 5 7 Die Meileinsteine aus späterem Zeitraum (Iulianus, Valentinianus) stammen nicht mehr von der Limesstraße her.