Folia archeologica 19.

Sz. Burger Alice: Későrómai sírok Halimbán

SPÄTRÖMISCHE GRÄBER IN HALIMBA Im Frühling des Jahres 1962 sind in Halimba (Kom. Veszprém), während der Bauarbeiten am Gebiet der Bakonyer Bauxitbergwerke spätrömische Gräber zutage gekommen. Im Laufe der kurzen, von Eva B. Bonis geführten Rettungsgrabung wurden fünf spätrömische Gräber geborgen. Die in den Gräbern gefundenen zwei Münzen (Abb. 50/1—2) datieren den erhaltenen Teil des Gräberfeldes auf die Jahre 313 bis 316. Auf Grund von einem eisernen Spieß, gefunden im Grabe Nr. 15 (Abb. 49/2), gehören unsere Gräber zu jener Gruppe der Gräberfeldes aus dem 4. Jh., die an einigen Stellen Transdanu­biens vorkommend 42-4 3 höchstwahrscheinlich mit einer vom Rheingebiet ange­siedelten ethnischen Gruppe verbunden sind. Die Orientierung der Gräber von Halimba ist SO —NW (Kopf gegen SO), während die Gräber der erwähnten rheinländischen Siedler mit dem Kopf gegen NO gerichtet sind. In den letzteren sind jedoch selbst die frühesten Münzen etwa zwanzig jähre später. Die Beobach­tung zeigt also, daß die Gräber von Flalimba, zur derselben Gruppe gehörend, mit den frühesten Münzen datiert eine verschiedene Orientierung aufweisen. In Halimba ist uns schon ein Brandgräberfeld der frühen Kaiserzeit bekannt. Zwischen dem hiermit veröffentlichten fragmentarischen Gräberfeld aus dem 4. Jh. und den 10 Brandgräbern aus dem 2. Jh. gibt es ein beträchtlicher Unter­schied in Entfernung und Niveau. Die Bevölkerung des Gräberfeldes aus dem 4. Jh. stammt nicht organisch von deren der frühen Ansiedlung ab. Wir wollten hiermit diesen interessanten, wenn auch fragmentarischen Grä­berfeld nur bekanntmachen, eine meritorische Auswertung folgt erst nach Bear­beitung der jüngst erschlossenen Gräberfelder ähnlichen Charakters. 32-3 4

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