Folia archeologica 17.

Ján Pástor: Frühbronzezeitliches Gräberfeld in Vsechsvätych

40 J. P ÁSTOR Aufmerksamkeit. In der Ostslowakei sind sie uns aus Kostany und Perin 2 be­kannt, doch kommen sie auch im westlichen Teile der Slowakei, 3 in Böhmen 4 und Mähren 5 sowie auch in Ungarn/' Rumänien, 7 Polen 8 und Nordeuropa 9 vor. Dr. J. Ahlers sah aus Fayenceperlen zusammengestellten Schmuck im Sta­atlichen Archäologischen Museum in Konstanza (Rumänien), Schreiber dieser Zeilen in den Museen von Warschau und Krakau in die frühe Bronzezeit datierte Funde. In der Slowakei finden wir sie zu Beginn der Bronzezeit im Kreise der Nyitraer Bronzekultur. Der Ursprung der Perlen ist in Ägypten und Asien zu suchen, von wo sie zu Beginn der Kultur eingeführt wurden. Nachdem sie auch in den gestörten Gräbern des Vsechsvätycher Gräberfeldes recht zahlreich vor­kommen, dürfen wir annehmen, daß sie damals bereits auch in der Ostslo­wakei an bisher unbekannten Siedlungsorten erzeugt wurden. Die Fayenceperlen wurden beim Gräberraub verstreut, doch von den Grabräubern nicht mitge­nommen. Von größerer Bedeutung als die Schmuckstücke sind Keramiken und Waf­fen. In die Gruppe der Waffen reihen wir die Bronzedolche (Grab Nr. 2 und 47), die Bronzeaxt (Grab Nr. 47) die Steinpfeilspitzen (Abb. 5/3—4; 6/4) und die kleineren Obsidian- und Feuersteingegenstände ein. Die Dolche stammen aus gestörten Gräbern. Sie waren ursprünglich mit Holzgriffen versehen, die mit Nägeln am unteren Teil der Klinge befestigt waren. Vier Nägel blieben im Grab Nr. 2, sieben Nägel im Grab Nr. 47 erhalten. Die Letzteren sind größer und stel­len einen wertvollen Fund des Gräberfelds vor. Analogien finden wir in Grab Nr. 15 und 17 des nahegelegenen Gräberfeldes von Kostany, des Weiteren in einzelnen Kulturen der frühen Bronzezeit, teilweise auch in der mittleren Bronze­zeit. Der Dolch hat eine Länge von 21,5 cm und weist schlanke Dreieckform auf. Zusammen mit der massiven Bronzeaxt (Grab Nr. 47) gehört er zu den in typologischer Hinsicht auf höchster Entwicklungsstufe stehenden Geräten des Gräberfeldes (Abb. 5/3—4). Darum reihen einzelne Forscher das Gräberfeld gemäß der Reinecke-Chronologie unter A 2, bezw. В i ein. Angelegentlich der Analyse und Durchforschung der Keramik gewinnt das Gräberfeld für die Ostslowakei an Wichtigkeit. Es gelang, 13 Gefäße sicherzu­stellen: ihre Lage im Grab war nicht einheitlich zu nennen und konnte so keine allgeneine Regel aufgestellt werden. Die Gefäße stammen mit zwei Ausnahmen­dem Fund aus Grab Nr. 35, wo das Gefäß im Schöße des Skeletts ruhte, und den Gefäßen aus Grab Nr. 49, wo das kleinere Gefäß vor den vorgestreckten Knieen, das Größere beim Fußende lag- aus gestörten Gräbern. 2 Ebenda. 3 Dejiny Slovenska I. od najstarsich cias do roku 1948. (Bratislava 1961) 42. 4 Böhm, J., Krónika objeveného vëku. (Praha 1941) 253. 5 Ebenda. 6 Mozsolics A., Acta Arch. Hung. 2 (1952) 66. 7 Chropovsk у, В. —Dusek, Ai. —Polla, В., Pohrebiská zo starsej doby bronzovej na Slovensku. (Gräberfelder aus der älteren Bronzezeit in der Slowakei.) Archaeologica Slovaca Fontes III. (Bratislava i960) 109. 8 Kostrzewski, J., Prehistoria ziem polskich od mezolitu do okresu wendrowek ludow. (Krakow 1939). 9 Tocik, A., Starsia a stredná doba bronzová na juhozápadnom Slovensku. Referáty о pracov­nych vysledkoch cs. archeologov za rok 1955. II. (Liblice 1956) 47—53. ; Chropovskf, B.— Dusek, M.—Polla, В., loc. cit.

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